Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel Oberliga: FV Dudenhofen unterliegt FC Emmelshausen-Karbach

Alles versucht: Sven Hoffmann (rechts in Gelb) vom FV Dudenhofen gegen Tim Puttkammer (FC Emmelshausen-Karbach).
Alles versucht: Sven Hoffmann (rechts in Gelb) vom FV Dudenhofen gegen Tim Puttkammer (FC Emmelshausen-Karbach).

Ein Trio macht es trotz Dudenhofens Niederlage gut. Der Hund liegt woanders begraben. Was Trainer Kevin Hoffmann aber immer verlangt, das bringt die Mannschaft.

Oberliga-Aufsteiger FV Dudenhofen zahlt Lehrgeld gegen einen cleveren, routinierten und überaus effektiven Gast. So erklärt sich die 0:2 (0:0)-Heimniederlage am Samstag gegen den FC Emmelshausen-Karbach.

Dass dem FVD mit Yannis Albrecht, Tolga Barin, Simon Bundenthal und Lukas Metz vier potenzielle Stammspieler fehlten, war nicht ausschlaggebend für die Heimniederlage. Denn speziell Bundenthal und Albrecht wurden durch Luca Teutsch und Conrad Weigel herausragend ersetzt. „Die Drei in der Abwehr haben es sehr gut gemacht“, schloss Kapitän Marvin Sprengling den sehr engagierten Sven Hoffmann in sein Lob mit ein. Hoffmann versuchte vor allem im ersten Spielabschnitt, das Spiel über den linken Flügel zu beleben, er blieb ohne wirkungsvolle Unterstützung. Max Lichti, für Metz auf der rechten Außenbahn im Einsatz, kam nicht wie erhofft zu seinen Flankenläufen.

Offensive schwächelt

Verloren wurde das Spiel, weil die Offensive wenig gegen den gut organisierten Gast zuwege brachte. „Wir haben offensiv nicht gut ausgesehen, mich eingeschlossen. Wir haben vorne auch nicht gut gegen den Ball gearbeitet. So viel Selbstkritik muss sein“, sagte Kapitän Sprengling. So war’s für die von Kapitän Jannik Mohr und Janik Otto gut organisierte Defensive der Gäste ein Leichtes, Eric Häußler, Dudenhofens Ein-Mann-Sturm, an die Kette zu legen. Mehr als ein Distanzschuss von Marvin Klehr (36.) kam vor der Pause nicht aufs Tor von Jonas Bast. Karbach wurde zunächst auch nur durch einen Distanzschuss Ottos gefährlich, den Marvin Gebhard stark parierte (9.). Nach dem Seitenwechsel kam beim FC frischer Wind von der Bank. Jamal Willrich traf 23 Sekunden nach seiner Einwechslung zum 1:0. Die Vorarbeit leistete der einstige FCK-Profi Dylan Esmel. „Reinzukommen und zu treffen, das ist einfach cool“, bemerkte Strahlemann Willrich. Vier Minuten vor dem Spielende legte er den Ball perfekt für Max Wilschrey auf. Der Torjäger machte mit dem 2:0 eiskalt alles klar. Glück hatte der Gast allerdings zwei Minuten nach der Führung, als Irfan Catovic aus 20 Metern den Ball ans Lattenkreuz donnerte.

Pfeilschneller Heimgärtner

FVD-Coach Kevin Hoffmann probierte, die Offensive zu beleben, als er nach 55 Minuten den pfeilschnellen Felix Heimgärtner für Sanel Catovic in Spiel brachte, in der 66. Minute Tim Lange durch Luca Schlee ersetzte und Julian Scharfenberger für Häußler in den Sturm beorderte. Die Wirkung blieb aus, die Karbacher verteidigten gut, hatten viel Ballbesitz, setzten vor allem durch Kinoshita, Offensivverteidiger Sven Bresser, Jan Mahrla und Willrich Nadelstiche, ohne große Torgefahr zu erzeugen. Fünf Chancen, zwei Tore – das nennt man Effektivität. „Ich glaube das war heute ,Herzlich willkommen’ in der Oberliga“, sagte Trainer Hoffmann und gratulierte dem Gast zu einem auch aus seiner Sicht verdienten Sieg: „Karbach hat eine gute Mannschaft, die richtig Qualität hat. Wir dürfen jedes Spiel in Dudenhofen verlieren, wenn alles auf dem Platz gelassen wird. Das hat die Mannschaft getan“, sagte Kevin Hoffmann. Ab Montag wird der Blick nach vorne gerichtet. Am Samstag (15.30 Uhr) kommt der SV Gonsenheim an die Iggelheimer Straße.

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