Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel Oberliga: FV Dudenhofen besiegt FV Eppelborn 4:1 und verlässt Abstiegsplätze

3:1 leichtgemacht: Julian Scharfenberger drückt für den FV Dudenhofen gegen FV Eppelborn ein.
3:1 leichtgemacht: Julian Scharfenberger drückt für den FV Dudenhofen gegen FV Eppelborn ein.

Der abstiegsbedrohte Oberligist FV Dudenhofen hat sich vor 175 Zuschauern mit dem 4:1 über Schlusslicht FV Eppelborn ein vorzeitiges Ostergeschenk bereitet.

Nicht nur dem jungen FVD-Trainer René Reichling fiel ein Stein vom Herzen. Auch Vereinschef Christian Schultz sprach von einem extrem wichtigen Sieg: „Dass wir auf einen Abstiegsplatz geraten waren, den wir mit dem heutigen Sieg erstmals seit Monaten wieder verlassen konnten, lag an unserer schwachen Heimbilanz in der Hinrunde. In der Rückrunde präsentiert sich die Mannschaft wieder oberligatauglich. Nun wollen wir den erreichten 14. Rang verteidigen. Es wird gewiss nicht einfach, wenn wir aber unsere Heimspiele, teils gegen unmittelbare Konkurrenten, gewinnen und auswärts den einen oder anderen Punkt mitnehmen, bleiben wir in der Oberliga.“

Schultz hofft zudem, dass der ohnehin dünne Kader von weiteren Verletzungen verschont bleibt. Voraussichtlich steigen vier Mannschaften ab. Die lässt Dudenhofen aktuell hinter sich. Geht auch der Tabellenzweite in die Regionalliga hoch, derzeit FK Pirmasens, müssen wohl nur drei runter. Einfach hatten es die Spargeldörfler in der ersten halben Stunde gegen Eppelborn nicht, das mit einer Fünfer-Abwehrkette agierte und den Angreifern das Leben schwer machte.

Abwehrstratege Albrecht

Torchancen gab es in der ersten Hälfte wenig. Die Angreifer Felix Heimgärtner, Julian Scharfenberger und Max Lichti, unterstützt von der zweiten Reihe mit Marvin Klehr, Marvin Sprengling und Irfan Catovic, schafften es kaum, sich entscheidend in Szene zu setzen: bis zur 33. Minute, als Klehr auf den im Angriffszentrum auftauchenden Abwehrstrategen Yannis Albrecht flankte, der zum 1:0 einköpfte.

Klehr war es selbst, der mit einem fulminanten Schuss aus etwa 25 Metern auf 2:0 erhöhte (45.). Im Gegenzug sprang der Ball an Albrechts Arm – Elfmeter. Kapitän Jonas Sträßer ließ sich die Chance zum 2:1-Halbzeitstand nicht entgehen. „Mit diesem Ergebnis können wir zufrieden sein“, sagte FVD-Urgestein Willi Lehr.

Heimgärtner unaufhaltsam

Ausgezeichnet starteten die Einheimischen in die zweite Hälfte. Heimgärtner, der in der eigenen Hälfte die Kugel eroberte, ließ sich auch von einem Foulspiel nicht aufhalten, stürmte energisch nach vorne und legte von der Torauslinie mustergültig auf Scharfenberger zurück, der ohne Mühe zum vorentscheidenden 3:1 einschob (47.).

Kurz darauf bekam Heimgärtner das 4:1 auf den Fuß. Offensichtlich etwas überrascht, scheiterte er aus kurzer Distanz. Eppelborn lockerte die Defensive, spielte mutiger nach vorne. Zwingende Gelegenheiten sprangen nicht heraus. Dudenhofen bekam Raum, suchte die endgültige Entscheidung, kam auch zu erfolgversprechenden Aktionen, die Konsequenz fehlte aber.

Sprengling nagelt

Die wenigen harmlosen Bälle auf das Gehäuse sahen den sicheren Keeper Philipp Schilling auf dem Posten. Dudenhofen verwaltete souverän den Vorsprung. Eppelborn fehlten die Mittel. Als sich wieder einmal Heimgärtner, den die Gäste nie in den Griff bekamen, auf rechts durchsetzte, zu Dominik Petzold passte, nagelte Marvin Sprengling dessen abgeblockten Schuss zum 4:1 ins Netz (84.).

Als Wermutstropfen erwies sich die üble Knieverletzung von Eric Häußler, die er sich beim ersten Ballkontakt nach seiner Einwechslung zuzog. Trainer Reichling sah eine erste Hälfte, bei der nicht alles gepasst habe. „Das werden wir aufarbeiten und die Konsequenzen ziehen. Nach der Spitzenmannschaft TuS Koblenz war das heute vom Kopf her ein schwieriges Spiel. Nun wollen wir die nächste Aufgabe in Worms angehen und alles daran setzen, auch dort etwas mitzunehmen.“

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