Volleyball
Nur U16 der TuS Heiligenstein bei deutscher Meisterschaft dabei
Ein Wochenende lang gab es Jugendvolleyball vom Feinsten in der Ganerbhalle in Dudenhofen. Der TuS Heiligenstein lud zur Südwestdeutschen Meisterschaft der weiblichen U14 und U18 ein, das Qualifikationsturnier für die Deutsche Meisterschaft. Die Spielerinnen der U14 und U18 wollten es der U16 nachmachen, die am kommenden Wochenende in Wiesbaden auf die besten deutschen Mannschaften ihrer Altersklasse trifft.
Am Samstag begannen die unter 14-Jährigen. Die jungen Heiligensteinerinnen legten gleich einen Traumstart hin und gewannen gegen den saarländischen Vertreter SSC Freisen in 2 Sätzen (25:13, 25:16). Im zweiten Gruppenspiel stießen sie gegen den TV Waldgirmes jedoch an ihre Grenzen (21:25, 13:25). Als Gruppenzweiter wartete im Halbfinale mit dem Stützpunktteam des Erstligisten VC Wiesbaden ein echtes Schwergewicht. Die Landeshauptstädterinnen wurden ihrer Favoritenrolle gerecht und siegten deutlich mit 25:12 und 25:9. Im Anschluss entwickelte sich das Spiel um Platz drei gegen den SC Mutterstadt zu einem wahren Nervenkrieg auf Augenhöhe. In der Neuauflage des Landesfinales schenkten sich die Teams nichts. Am Ende fehlte dem TuS lediglich das nötige Quäntchen Glück: Mit 1:2 (14:16, 30:28, 24:26) ging die Partie denkbar knapp an Mutterstadt.
Technisch mitgehalten
Trainer Jörn Schwab war dennoch sehr zufrieden. Technisch konnten seine Schützlinge mit jedem Team mithalten. Der entscheidende Unterschied war physischer Natur. Die gegnerischen Mannschaften waren alle im Durchschnitt einen halben bis ganzen Kopf größer als ihrer Heiligensteiner Altersgenossinnen. „Ich bin stolz, wie sich die Mädchen angepasst haben. Sie waren erstmals mit harten Angriffen von oben nach unten konfrontiert und haben im Turnierverlauf immer mehr Bälle in der Abwehr ausgegraben“, so Schwab. Südwestdeutscher Meister der U14 wurde erwartungsgemäß die Mannschaft des VC Wiesbaden vor dem TV Waldgirmes. Für den TuS spielten: Thea Härder, Ema Mjekigi, Nele Kemmer, Luna Amy Kautz, Charlotte Schmitt, Theresa Lang, Emely Moster, Emilia Noe; Trainer: Jörn Schwab.
Der Sonntag gehörte der U18. Schon das Auftaktspiel gegen den SSC Freisen war eine Herausforderung für die Nerven der zahlreichen Zuschauer. Nach einem 25:19 im ersten Satz und einem 18:25 im zweiten Satz musste der Tie-Break entscheiden. Es wurde ein langer Kampf, in dem Heiligenstein insgesamt fünf Matchbälle vergab, teils durch bittere Aufschlagfehler. Am Ende jubelte Freisen mit 22:20.
Erwartete Niederlage
Nach einer erwartungsgemäßen Niederlage gegen VC Wiesbaden (15:25, 21:25), blieb das Spiel um Platz fünf gegen den Saarlandmeister SSG Schwarzenholz-Griesborn, das wieder über die volle Distanz ging. Satz eins endete 26:24 für Heiligenstein, Satz zwei mit 23:25 für die Saarländerinnen. Im Tie-Break zeigte sich der TuS erneut als guter Gastgeber und verlor 9:15.
Im Finale setzte sich die SG Volleys Marburg-Biedenkopf mit 2:1 (7:25, 25:23, 15:13) gegen den VC Wiesbaden durch. Beide Teams lösten das Ticket zur Deutschen Meisterschaft der U18. Für den TuS spielten: Emma Zehfuß, Leni Vogel, Marie Krüger, Hannah Rösch, Marlene Schmitt, Livi Bergmann, Nyke Liedy, Amelia-Yanina Matei, Marilu Borlinghaus, Ayla Dogan, Linn Paugels, Frida Mayer, Aurora Lewis; Trainer: Udo Walter, Maximilian Russ.
Hohes Niveau
Insgesamt präsentierten sich beide Jahrgänge sehr stark, das Niveau des Turniers war sehr hoch. Auch wenn die Tickets zur DM an andere Mannschaften gingen, durfte der TuS Heiligenstein mit dem Wochenende zufrieden sein. Spielerisch waren die TuS-Mannschaften nah an ihren Gegnerinnen dran.