Meinung RHEINPFALZ Plus Artikel Neuwahl in Harthausen: Leider keine Auswahl

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Die Kandidatenlage für die Bürgermeister-Neuwahl in Harthausen ist erneut ein Alarmsignal für alle Parteien und das Land.

Die CDU Harthausen hat nach der überraschend schnellen „Kündigung“ ihres Amtsinhabers das Beste aus der doch etwas peinlichen Lage gemacht. Sie hat schnell und geräuschlos mit Günter Gleixner eine ideale Alternative präsentiert. Der 68-Jährige ist im Dorf bekannt und über Parteigrenzen hinweg beliebt. Er gilt zu Recht als ein um Konsens bemühter erfahrener und ehrlicher Kommunalpolitiker. Ihm können die Wähler ihre Gemeinde guten Gewissens anvertrauen.

Ist damit alles gut? Nein. Überhaupt nicht. Die Königskinder im Tabakdorf haben erneut keine Auswahl. Wie schon 2024 stehen die Bewerber nicht Schlange. Diese Situation ist – schon wieder – ein schrilles Alarmsignal an alle Parteien, möglichst junge Menschen zu entwickeln und so zu fördern, dass sie sich ein solches Amt zutrauen und vorstellen können, es auszuüben. Aber auch beim Land muss es laut klingeln: Ortsbürgermeister- und -bürgermeisterinnen brauchen zumindest eine Aufwandsentschädigung, die diesen Namen verdient. Die mit dem Amt verbundene Arbeit und die Verantwortung sind längst zu viel für kleines Geld. Von anderen strukturellen Hilfen einmal ganz zu schweigen. Es muss bald etwas passieren. Die nächste Wahl kommt schnell.

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