Speyer
Neue Heimat für DRK: Rettungswache eingeweiht
Der Neubau sei ein Gewinn für die gesamte Region, sagte Volker Knörr (CDU), Landrat des Rhein-Pfalz-Kreises, bei dem die zuständige Rettungsdienstbehörde angesiedelt ist. Die neue Wache setze Maßstäbe – dank ihrer Ausstattung, aber auch durch ihre Funktion als Lehrrettungswache. Das sei eine Investition in die Zukunft des Rettungsdienstes und der Versorgung.
Rund 4,7 Millionen Euro hat die Wache gekostet. Ein Viertel der Kosten übernimmt das DRK, 75 Prozent tragen die sechs Gebietskörperschaften in ihrem Einzugsgebiet: die Städte Speyer, Neustadt, Frankenthal, Ludwigshafen sowie der Rhein-Pfalz-Kreis und der Landkreis Bad Dürkheim. „Gelebte interkommunale Solidarität“, so Knörr.
Die neue Wache stärke das Sicherheitsgefühl der Menschen, ergänzte der städtische Brand- und Katastrophenschutzinspekteur Peter Eymann. „Im Notfall zählt jede Minute“, unterstrich er. Deshalb sei zuverlässige und schnelle Hilfe wichtig. Gleichzeitig sei die Wache im Gegensatz zum alten Standort in der Karl-Leiling-Allee nicht nur Mittel zum Zweck. Sie sei ein Ort für ruhige Momente zwischen den Einsätzen. Erholung hätten sich die Mitarbeiter allemal verdient.
In einer Zeitkapsel hielten die Projektpartner Meilensteine und Erinnerungen fest. Die Standortsuche für die Wache hatte lange gedauert. Varianten wurden geprüft und wieder verworfen. Als 2015 die Entscheidung auf die Freifläche vor dem Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus fiel, zogen sich die Planungen noch eine Weile länger – unter anderem wegen gesetzlicher Änderungen des Rettungsdienstgesetzes, die Finanzierungsfragen betrafen.
Umso zufriedener zeigten sich die Verantwortlichen nun über die Eröffnung der Wache. Sie bietet den rund 40 Mitarbeitern und sieben Einsatzfahrzeugen deutlich mehr Platz, Aufenthalts- und Schlafräume. Auf rund 2000 Quadratmetern ist ein modernes Gebäude mit zwei Fahrzeughallen und einem zweistöckigen Mittelkörper entstanden. Seit einigen Wochen läuft der Betrieb. Die Hilfe, die das DRK leistet, ende nicht bei Fahrzeugen oder Technik, sagte Stephan Theis, Geschäftsführer der DRK Vorderpfalz GmbH. Am wichtigsten seien die Mitarbeiter, die sich aktiv in die Gestaltung der Wache einbringen konnten. Sie alle zusammen hätten nun eine tolle Heimat gefunden.