Speyer Nach Hacker-Angriff auf Speyerer Schulen: Daten im Darknet aufgetaucht

Cyberkriminalität: hohe Sicherheitsrisiken und Folgekosten.
Cyberkriminalität: hohe Sicherheitsrisiken und Folgekosten.

15 Schulen in Speyer waren von einem schweren Hacker-Angriff im Januar 2025 betroffen. Bislang war unklar, ob Daten abgeflossen sind. Jetzt gibt es die traurige Gewissheit.

Die Stadtverwaltung hat nach eigenen Angaben Kenntnis davon erhalten, dass Daten aus dem Hacker-Angriff im „Darknet“, einem teilweise für kriminelle Geschäfte genutzten Bereich des Internets, zugänglich sind. „Umgehend wurde der zuständige IT-Dienstleister, der die Schulnetze der Stadt betreut, sowie das Landeskriminalamt informiert. In den kommenden Tagen wird eine umfassende Prüfung der Daten durch die beteiligten Institutionen erfolgen“, so eine Mitteilung der Verwaltung.

Details zu den abgeflossenen Daten veröffentlicht sie der Mitteilung zufolge aus ermittlungstaktischen Gründen nicht. Sie kündigt jedoch an, betroffene Personen „nach Abschluss der Sichtung zeitnah“ zu informieren. „Die Stadt Speyer arbeitet intensiv daran, die Lage zu prüfen und wird unter Berücksichtigung der laufenden Ermittlungen zeitnah die Öffentlichkeit über weitere Entwicklungen informieren“, so eine Sprecherin.

Eltern, Schüler sowie Lehrkräfte werden um Geduld und Verständnis gebeten. „Vorsorglich wird empfohlen, Passwörter auch im privaten Bereich zu ändern“, so die Stadt. Der illegale Angriff über die Datenleitungen hatte im vergangenen Jahr das digitale Schulleben zeitweise stillgelegt. Es mussten neue Netzwerke aufgebaut werden. Der jetzige Datenfund könnte die damalige Behauptung aus einem Erpresserschreiben der Hackergruppe Lockbit belegen, drei Terabyte an Daten von den Schulnetzwerken gestohlen zu haben.

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