VG Römerberg-Dudenhofen RHEINPFALZ Plus Artikel Mit Sprechstunden näher an die Bürger

Das Rathaus in Dudenhofen: Die Verwaltung gerät immer mal wieder ins Kreuzfeuer der Kritik.
Das Rathaus in Dudenhofen: Die Verwaltung gerät immer mal wieder ins Kreuzfeuer der Kritik.

Bürgermeisterin Silke Schmitt-Makdice (SPD) will 2026 Sprechstunden in den Orten der VG Römerberg-Dudenhofen anbieten – Teil ihrer „To-do-Liste“ für das neue Jahr.

„Tue Gutes und rede darüber“ – mit diesem Vorsatz will Silke Schmitt-Makdice (SPD) die Verbandsgemeinde Römerberg-Dudenhofen durch das Jahr 2026 führen. Vor allem das darüber Reden ist der Bürgermeisterin zuletzt ein bisschen zu kurz gekommen. Manche negativen Aussagen über die Verwaltung haben bei Schmitt-Makdice Spuren hinterlassen. „Unsere Mitarbeiter tun sehr viel Gutes“, ist sie überzeugt. Einzelnen Stimmen in der Kommunalpolitik, die ihrer Ansicht nach überzogene Kritik geäußert haben, sei zu viel Raum gegeben worden. Allerdings dreht die Bürgermeisterin auch durchaus an der ein oder anderen Stellschraube, um weniger Angriffsfläche zu bieten: Die interne Kommunikation hofft sie durch die Einführung eines Newsletters für die Mitarbeiter zu verbessern. Und auch der Austausch mit den Bürgern soll enger werden. „Wir werden 2026 eine Bügermeisterin-Sprechstunde einführen“, kündigt die Verwaltungschefin an. Konkret sei geplant, dass Schmitt-Makdice einmal im Monat in eine der Ortsgemeinden vor Ort kommt und dort für Gespräche bereit steht. In Römerberg will sie die drei Ortsteile Berghausen, Heiligenstein und Mechtersheim getrennt besuchen. Eine Anmeldung für die Sprechstunde sei nicht nötig. Auch bei den Themen, die angesprochen werden können, gibt es keine Vorgaben. Losgehen soll es am Dienstag, 10. Februar, 10 bis 12 Uhr, im Bürgerhaus in Dudenhofen. Passend zur Fasnachtszeit soll es Berliner geben.

Silke Schmitt-Makdice.
Silke Schmitt-Makdice.

Glasfaser-Frust hält an

Manches von dem, was die Bürgermeisterin im Jahr 2026 beschäftigen wird, könnte auch bei diesen Gesprächen mit Bürgern zur Sprache kommen, weil es diesen auf den Nägeln brennt. Ein Beispiel ist das Thema Glasfaser-Ausbau. Bei diesem kann Schmitt-Makdice momentan keine erfreulichen Neuigkeiten verkünden. Seit 2023 warten die Bürger in Dudenhofen, Harthausen und Hanhofen auf den Ausbau, den das Unternehmen Deutsche Glasfaser angekündigt hatte. Doch passiert ist bislang nichts. Nun lässt die Verbandsgemeinde laut Schmitt-Makdice rechtlich prüfen, ob sie den Vertrag mit der Firma kündigen kann. So wäre der Weg frei, sich nach Alternativen umzuschauen. Ebenfalls direkt tangiert sind die Bürger beim Thema Dorffeste. Um die Veranstalter zu unterstützen will die Bürgermeisterin ein Seminar zu Veranstaltungssicherheit und Versicherungsschutz im Rathaus anbieten. Auch ein runder Tisch zu dem Thema sei weiterhin geplant. Allerdings sei der zuständige Beigeordnete Manfred Hook (FWG) zweimal für einen längeren Zeitraum krankheitsbedingt ausgefallen. „An uns als Verwaltung sollen die Dorffeste jedenfalls nicht scheitern“, beteuert Schmitt-Makdice. „Wir haben schon immer Lösungen gefunden.“

Wie sicher fühlen sich die Menschen in der Verbandsgemeinde Römerberg-Dudenhofen? Das wollen die Verantwortlichen vor Ort durch die Teilnahme an einem Kooperationsprojekt mit dem Land Rheinland-Pfalz herausfinden. Deshalb wird in den kommenden Wochen eine anonyme Online-Umfrage laufen, die das Institut für Sozialpädagogische Forschung Mainz entwickelt hat und auswertet. Sie richtet sich an alle in der VG lebenden Menschen, die älter als 14 Jahre sind. „Jeder empfindet Sicherheit anders“, sagt die Bürgermeisterin, die sich einen besseren Überblick erhofft, wie verschiedene Altersgruppen die Situation an bestimmten Orten einschätzen. Ergebnisse sollen wahrscheinlich nach den Osterferien vorliegen.

Fachbereichsleiterin geht

Eine gut funktionierende Feuerwehr liegt ebenfalls im Interesse der Menschen in der Verbandsgemeinde Römerberg-Dudenhofen. Das Großprojekt, das die Verwaltung im Jahr 2026 begleiten wird, ist die laufende Modernisierung des Feuerwehrgerätehauses in Dudenhofen. Außerdem sollen laut Bürgermeisterin die Pläne für neue Gerätehäuser in Römerberg und Harthausen weiter vorangetrieben werden. Das Thema Brandschutz beschäftigt die Verwaltungschefin auch intern, wenn es um bauliche Änderungen innerhalb des Rathauses geht. Einen personellen Wechsel auf der Ebene der Fachbereichsleiter wird es laut Schmitt-Makdice Anfang Mai geben: Dann wechsle die Leiterin des Fachbereichs Bürgerdienste Simone Brill zu einer anderen Verwaltung. Ihr Nachfolger werde Marc Ofer, der aktuell bereits als Brills Stellvertreter tätig ist. Derzeit ausgeschrieben ist die Stelle eines Energiemanagers.

Die Ergebnisse der kommunalen Wärmeplanung für die Verbandsgemeinde sind im vergangenen Jahr vorgestellt worden. 2026 wird sie laut Schmitt-Makdice wieder Thema sein. Im März komme die Energieagentur Rheinland-Pfalz in die VG und stelle mögliche weitere Schritte, die sich aus der Planung ergeben, vor. Die Wärmeplanung ist nicht das einzige vom Land angestoßene Thema, das auf die Gemeindeebene durchschlägt. So müsse sich die Verwaltung seit Kurzem auf das geänderte Bestattungsrecht einstellen, berichtet die Bürgermeisterin. Wie muss zum Beispiel reagiert werden, wenn – was jetzt unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt ist – Angehörige die Asche eines Verstorbenen mit nach Hause nehmen wollen? Auch das Ganztagsförderungsgesetz, das einen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder schafft, stellt die Verwaltung vor Ort vor Herausforderungen. Und dann stehen 2026 natürlich auch noch die Landtagswahlen und voraussichtlich die Bürgermeisterwahl in Harthausen an. „Die To-do-Liste ist auch für dieses Jahr nicht kurz“, sagt Schmitt-Makdice.

Die Serie

Was wurde 2025 alles erledigt, was steht 2026 an? Wir haben mit den Bürgermeistern der Verbandsgemeinden im Speyerer Umland gesprochen, ziehen mit ihnen Bilanz und blicken voraus.

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