Fußball
Landesliga Ost: FC Speyer 09 zum Spitzenspiel nach Grünstadt
Kann der FC Speyer 09, aktuell Tabellendritter, noch in dieses Geschehen eingreifen? Bei einem Sieg in der Auswärtspartie gegen den um vier Zähler besser postierten Zweiten, VfR Grünstadt am Sonntag (15 Uhr), bleibt das Team von Trainer Jürgen Grimm vorne dabei. Mit Speyer (43 Punkte), TSV Billigheim-Ingenheim (43), FSV Offenbach (42) und Wormatia Worms II (42) liegen vier Mannschaften auf den Positionen zwei bis sechs hauteng beisammen.
Spannung pur dürfte deshalb bis zum letzten Spieltag herrschen. Der in der Sommerpause des vergangenen Jahres von Astoria Walldorf (Regionalliga) zum FC 09 gewechselte Moritz Reuther sieht die Mannschaft selbstbewusst nach Grünstadt fahren: „Wir wissen, was wir können und dass wir in der Lage sind, jede Landesliga-Mannschaft zu schlagen, wenn alle ihre Leistung abrufen. Natürlich wird es nicht einfach, aber wir wollen auch in Grünstadt, der alten Heimat meiner Mama, drei Punkte holen, wie eigentlich in jedem Spiel.“
Zum Karlsruher SC
Der 23-Jährige arbeitete sich nach einer schwierigen Kreuzbandverletzung mit monatelanger Pause in die Startelf, überzeugte zuletzt gegen SV Gimbsheim und Phönix Schifferstadt nicht nur spielerischt, sondern erzielte auch zwei wunderschöne Tore. Seine Laufbahn startete der in Mannheim wohnende Student der Dualen Hochschule Baden-Württemberg mit knapp fünf bei den Bambini von Phönix Bellheim.
Früh wechselte Reuther zum Karlsruher SC, kickte dort in der D-Jugend, ehe er wieder für etwa drei Jahre nach Bellheim zurückkehrte. Während dieser Zeit bestritt Reuther nach einem Sichtungslehrgang einige Spiele für die Südwestauswahl und besuchte zu dem üblichen Training die Fußballschule Helmut Behr.
Kumpel Gruda
Schließlich ging er zu Mainz 05 mit Einsätzen von den Unter- 15- bis -19-Jährigen, zeitweise mit seinem Speyerer Kumpel Brajan Gruda, heute RB Leipzig. Während seiner Mainzer Zeit absolvierte Reuther drei Länderspiele für die U16, zwei für die U17, eines für die U18. Heute verspüre er große Lust, das Projekt FC Speyer 09 mitzugehen.
Im Sportpark sei er prima aufgenommen worden. Laurin Schön und Niklas Helfenstein kannte er. Mit Kapitän Nico Schubert und Valentino Zuch verstehe er sich überragend, wie auch mit dem Rest der Mannschaft. Seine Zusage für die kommende Runde liegt vor. Mit Schubert gebe es eine nette Vorgeschichte: „Bei einem Testspiel zwischen Mechtersheim und Walldorf standen wir uns vor Jahren gegenüber, haben uns damals so richtig in die Haare gekriegt und uns auf das Übelste beleidigt. Nach dem Duschen sah ich ihn bei meinen Eltern stehen, wo er sich kurz mit unserem Hund beschäftigte. Große Augen bekam Nico schließlich, als ich mich dazugesellte“, erzählt Reuther, immer noch belustigt über die unverhoffte erneute Begegnung. Zu den Aussichten für den Rest der Runde gebe es keine tiefschürfenden Gedanken. „Wir denken von Spiel zu Spiel, haben keinen Druck und streben noch möglichst viele Erfolgserlebnisse an. Dann schauen wir einfach, was dabei heraus kommt.“