Speyer Kommentar: Skurril

Die Firma Scheid & Grabau will von der Verbandsgemeinde Lingenfeld Schadenersatz für ihren zerstörten Radlader, den die Feuerwehr beim Altreifenbrand vergangenes Jahr eingesetzt hat. Wenn sich die Streitparteien nicht auf einen Vergleich einigen, wäre es denkbar, dass der Prozess höchst skurril endet. Die klagende Firma könnte nämlich gewinnen und zugleich verlieren. Auch wenn das Gericht zum Ergebnis käme, dass die Schadenersatzansprüche vollkommen berechtigt sind, könnte die Klage abgewiesen werden. Dann nämlich, wenn der Kreis und nicht die Gemeinde haftet. Dabei wäre es nicht so, dass die Firma blauäugig den Falschen verklagt hat. Verbandsgemeinde und Kreis taten ja selbst kaum was dazu, die Frage der Zuständigkeit zu klären. Damit verschleppen sie das Verfahren. Ob sie davon ausgehen, dass sie zahlen müssen und daher versuchen, sich in die Büsche zu schlagen? Verantwortliches Handeln sieht jedenfalls anders aus.

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