Neuhofen / Waldsee RHEINPFALZ Plus Artikel „Kein feiner Stil“: SPD kritisiert Informationsfluss zum Praxisumzug

Sind in einer älter werdenden Bevölkerung gefragt: Ärzte.
Sind in einer älter werdenden Bevölkerung gefragt: Ärzte.

Die Hausarztpraxis Neuhofen zieht nach Waldsee: Die SPD-Fraktion im Gemeinderat wollte vom Ortsbürgermeister wissen, ob das hätte verhindert werden können.

Nachdem vor einer Woche durch einen RHEINPFALZ-Bericht öffentlich wurde, dass die Hausarztpraxis Neuhofen nach Waldsee zieht, wollte Neuhofens Gemeinderatsmitglied Arthur Nasel (SPD) von Ortsbürgermeister Ralf Marohn (FDP) wissen, ob das vorher bekannt gewesen sei und ob die Gemeinde den Wegzug hätte verhindern können. Marohn sagte, dass Waldsees Ortsbürgermeisterin Claudia Klein (CDU) ihn wenige Tage vor der Presseveröffentlichung informiert habe. Darüber, dass es vorher Gespräche gab, sei er nicht informiert gewesen. SPD-Mann Nasel kommentierte das mit den Worten: „Das ist kein feiner Stil.“

Marohn führte aus, dass in Neuhofen schon lange über ein Ärztehaus gesprochen werde, es dafür auch interessierte Mediziner gebe, aber ein Investor nichts mehr von sich hören lassen habe. Nun habe er wieder einen Investor in Aussicht, einen Architekten und auch eine Gruppe von Interessierten – darunter ein Chirurg, eine Hausarztpraxis und einen Physiotherapeuten –, die bereit wäre, in ein Ärztehaus mit zu investieren. Für ein solches Projekt brauche es aber feste Zusagen.

Gisela Kluger (FDP) bedauerte, dass die Hausarztpraxis in Waldsee in die Räume der Kleiderkammer zieht und es für dieses Angebot nach ihren Informationen noch keinen alternativen Standort gibt. „Ich finde das unsozial“, sagte sie.

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