Speyer In zwei Orten soll Wasser teurer werden

Der Wasserbezugspreis soll in Hanhofen und Harthausen ab 2019 bis 2021 jährlich um 10 Cent von derzeit 1,25 auf 1,55 Euro pro Kubikmeter erhöht werden. Nach der Erläuterung verschiedener Gebührenmodelle empfahl der Werkausschuss der Verbandsgemeinde Römerberg-Dudenhofen am Montagabend dem Verbandsgemeinderat für diese Staffelung zu stimmen.
Werkleiter Hermann Konrad hatte auch eine Erhöhung in Fünf-Cent-Schritten, auf zunächst 1,30 und dann 1,35 Euro vorgeschlagen. Bei einem Familienhaushalts-Durchschnittsverbrauch von 135 Kubikmetern würden fünf Cent eine Mehrbelastung von 19 Euro im Jahr bedeuten. Alternativ hatte er eine Anhebung der Grundgebühr von sechs auf sieben Euro durchgerechnet und kam mit der Variante auf Mehreinnahmen der Werke von rund 20.000 Euro. Helmut Kühner (CDU) definierte zwei Grundsatzziele: „Aus dem Minus kommen“, das in Hanhofen und Harthausen entstehe, sowie mittelfristig die Gebühren in den Ortsgemeinden angleichen. Für Franz Zirker (CDU) kein Problem: „Hanhofen, Harthausen erhöhen auf 1,55 Euro, Römerberg verringert die Gebühr um fünf Cent.“ In Römerberg zahlen die Verbraucher für den Kubikmeter Wasser 1,60 Euro. Dudenhofen betreibt weiter seine eigene Wasserversorgung. Die Gebühren direkt auf 1,40 Euro zu erhöhen, wie in einer der vorgestellten Varianten, war für Kühner ein zu großer Schritt. Das würden die Bürger nicht akzeptieren. Harald Flörchinger (CDU), Als Beigeordneter, zuständig für die Werke, meinte: „10 Cent sollten es aber schon sein.“ Dies würde für die Werke Jahresmehreinnahmen von 26.000 Euro bedeuten. Eine von Günther Schmitt (SPD) angedachte Minderung der Grundgebühr um einen Euro würde die Einnahmen um 19.000 Euro senken. Bliebe ein Plus von 7000 Euro, was dem aktuellen Jahresdefizit entspricht. In der Bilanz 2017 ist bei der Wasserversorgung Römerberg ein Gewinn von 12.000 Euro, für Hanhofen/Harthausen ein Verlust von 6123 Euro ausgewiesen. Im Bereich Abwasserversorgung verbuchte Römerberg ein Plus von 151.000 Euro, für Dudenhofen/Hanhofen/Harthausen waren es 81.000 Euro. Der Wirtschaftsplan 2019 Wasserversorgung Hanhofen/Harthausen sieht Erträge von 549.000 Euro und Aufwendungen von 537.000 Euro vor. Investiert werden soll vor allem in den Austausch der alten Eternit-Leitungen in der Johannesstraße in Harthausen. In Römerberg stehen Erträgen von 935.000 Euro Aufwendungen von 920.000 Euro gegenüber. Für die Erneuerung des Leitungsnetzes sind 100.000 Euro vorgesehen. Die Ziffern zur Abwasserbeseitigung: In Römerberg (Kubikmeter Schmutzwasser 1,80 Euro, Niederschlagswasserbeitrag 23 Cent, Niederschlagswassergebühr 42 Cent) wird mit 1,57 Millionen Euro Einnahmen und einem Gewinn von 91.000 Euro gerechnet, in Dudenhofen/Hanhofen/Harthausen (Schmutzwasser 2,10 Euro, Niederschlagswasser 25 Cent, Gebühr 14 Cent) mit Erträgen in Höhe von 1,9 Millionen und einem Gewinn von 62.000 Euro. Zur Auftragsvergabe für den Transport von Fäkalschlamm und Grubenwasser an eine Firma – Volumen circa 75.000 Euro pro Jahr – wünschten die Ausschussmitglieder ergänzende Informationen und eine Kostenaufstellung für den Fall der Entsorgung in Eigenregie.