Handball RHEINPFALZ Plus Artikel HSG Dudenhofen/Schifferstadt siegt beim TV Welling und steigt in Regionalliga auf

Springt in die Bresche: Mae Kripp (Mitte) von der HSG Dudenhofen/Schifferstadt, hier in einem Spiel gegen SV Bornheim mit Anna D
Springt in die Bresche: Mae Kripp (Mitte) von der HSG Dudenhofen/Schifferstadt, hier in einem Spiel gegen SV Bornheim mit Anna Domnick.

Der Partybus fuhr diesmal aus der Osteifel in die Pfalz. Die Handballerinnen der HSG Dudenhofen/Schifferstadt feierten ihren Regionalligaaufstieg.

„Endlich hat es im dritten Anlauf geklappt. Nach einer ganz starken Runde hat es die Mannschaft verdient“, freute sich Übungsleiter Jens Zwißler. Die HSG setzte sich auch im zweiten Match beim TV Welling vor 120 Zuschauern mit 24:23 (11:11) durch und bleibt damit über die gesamte Spielzeit ungeschlagen.

Dudenhofen/Schifferstadt ging die finale Aufgabe in einer super Stimmung an. „Ich hatte ein sehr gutes Gefühl“, so Zwißler. In dem Wissen, alle Trümpfe in der Hand zu halten, agierten die Gäste mit kühlem Kopf und warfen auch kämpferisch alles in die Waagschale. Zwißler erlebte die Seinen etwas abgezockter als den Gegner, der unter dem Druck stand, einen Sieg mit mindestens fünf Treffern Differenz zu benötigen.

Zwißler taktiert

Als Basis für den Erfolg stand die sehr starke 6-0-Deckung, die sich nur in Überzahl kurzzeitig in eine etwas offensivere 5-1-Variante verwandelte. Im Innenblock ließen Jana Gerber, Sarina Genova, Christina Fahrnbach oder auch Jennifer Fohs wenig zu. Die Angriffstaktik zielte diesmal nicht so stark auf Tempo ab.

„Genau das hatte Welling erwartet“, begründete Zwißler. Er verordnete seinen Elevinnen längere Ballpassagen, um den Einheimischen nicht in die Karten zu spielen. Wenn es nach verteiltem Auftakt einen Zeitpunkt des Zweifels gab, dann beim 9:6 für Welling in der 22. Minute. Zwißler nahm eine Auszeit, erinnerte seine Akteurinnen ruhig an den Matchplan, und drei Minuten später stellte Annika Günthert auf 9:9.

Kripp und die Wende

Rasch nach Wiederbeginn drehte Mae Kripp den Spieß beim 11:14 komplett um. Welling versuchte, den Pfälzerinnen mit offensiver Beschattung von Marlene Oetzel (2/1 Tore) und später von Fohs (9/3), die vor allem anfangs traf, den Angriffsschwung zu nehmen. Günthert (5) mit starken Eins-gegen-eins-Aktionen im rechten Rückraum und Kripp (6) auf Linksaußen sprangen in die Bresche.

Welling kam mit Willen nach dem 16:20 zum 20:20, wollte sich nicht mit einer Niederlage verabschieden. Doch Güntherts 22:24 eineinhalb Minuten vor Ultimo verdarb das Vorhaben. Die HSG-Spielerinnen machen jetzt erst mal Pause und feiern auf Mallorca ausgiebig. Am 22. Juni bittet Zwißler zur Vorbereitung auf die erste Regionalliga-Saison.

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