Speyer Hochspannung bei den Jüngsten
«Speyer.» Beim männlichen Nachwuchs liegt die A-Jugend der HSG Dudenhofen/Schifferstadt, die in der Bundes- und Oberligaqualifikation scheiterte, mit 18:0 Zählern in Führung. „Ich bin sehr zufrieden. Die ganze Mannschaft hat sich weiterentwickelt, und mir macht es sehr viel Spaß, sie zu trainieren“, sagte Trainer Gerd Zimmermann. Für ihn gibt es in der Zielsetzung kein Vertun: „Wir wollen Meister werden.“ Die bisherigen Höhepunkte bildeten für ihn der dritte Platz beim Vorbereitungsturnier in Magdeburg, wo es im Halbfinale gegen den Nachwuchs des Erstligisten eine Niederlage gab, und der 31:27-Sieg bei Verfolger HSG Eckbachtal. Zimmermann möchte keine Spieler herausheben. Denn für ihn zählt die Mannschaft als Ganzes. Die HSG Lingenfeld/Schwegenheim ergatterte erst einen Punkt beim 25:25 in Eisenberg und steht ganz am Tabellenende. Mit Torwart Daniel Riess, Eric Fischer und Daniel Ratz schnupperten bereits drei Akteure von Trainer Gregor von Kennel Verbandsligaluft bei den Herren. „Bisher ist der Saisonverlauf durchwachsen, und die Leistungen schwanken sehr stark“, meinte Christoph Lacher zu Platz sechs der B-Junioren der HSG Dudenhofen/Schifferstadt (7:7 Punkte). Aber Seine Jungs nahmen bisher als einzige Primus Ottersheim/Bellheim/Kuhardt/Zeiskam mit 29:29 einen Zähler ab. Bei noch drei ausstehenden Nachholspielen ist tabellarisch angesichts der ziemlich ausgeglichenen Spielklasse Luft nach oben oder unten. Lacher stellt die Neuzugänge Jonas Dissinger, Axel Muskat und Dennis Mischler, die sich super in das Team integriert hätten und auch schon in der A-Jugend auflaufen, sowie Torhüter Bryan Collins heraus. Als Höhepunkt der Saison sah er die Teilnahme am Sauerlandcup in Menden am Wochenende mit Gegnern wie dem SC Leipzig und der luxemburgischen Nationalmannschaft an. Es gab drei Vorrunden-Niederlagen. In der Altersklasse C nimmt Dudenhofen/Schifferstadt mit 15:5 Zählern Rang drei ein. Der TSV Speyer folgt mit einem Sieg als Neunter. Die Mannschaft sei nach der problemlosen Pfalzliga-Qualifikation positiv in die Runde gegangen, teilten Silke Weber und Stefan Jann mit. Aber der mit zehn Jungs und zwei Mädchen dünne TSV-Kader, Verletzungen und die bisweilen fehlende Kraft sowie Cleverness dämpften die Erwartungen. Gegen Mutterstadt/Ruchheim holte Speyer ohne Auswechselspieler mit einer tollen kämpferischen Vorstellung einen Rückstand von sieben Toren auf und verlor erst ganz am Schluss mit 33:36. Speyer besitzt keine herausragenden Einzelkönner, sondern lebt von Teamgeist und Zusammenhalt. „Die Hinrunde war tadellos“, findet Christian Grill, der Übungsleiter der D-Junioren der HSG Dudenhofen/Schifferstadt. Im ersten Rückrundenmatch unterlag die HSG allerdings dem ärgsten Konkurrenten TV Hochdorf mit 24:26. Nun teilen sich beide mit jeweils zwei Minuspunkten die Tabellenführung. Der Spitzenplatz kommt für Grill und David Kolb nicht überraschend. Aber die zeitweilige Souveränität überrascht sie dann doch. „Die Jungs haben sich sehr gut entwickelt, und geben im Training immer alles“, informierte Grill. Der Einlauf mit den Bundesliga-Profis aus Friesenheim vor dem Derby gegen die Rhein-Neckar-Löwen im Oktober blieb im Gedächtnis. Am Wochenende nahm die HSG mit 45 Personen an der Handball-Mini-Weltmeisterschaft in Hannover teil und vertrat dabei Spanien. Die C-Juniorinnen der HSG Dudenhofen/Schifferstadt stehen verlustpunktfrei auf Platz eins. Damit habe sie nicht gerechnet, sagte Betreuerin Christiane Scheib: „Die Mädchen haben sich für ihre harte Vorbereitungs- und Trainingsarbeit belohnt.“ Sie erkennt eine spielerische Weiterentwicklung und das Zusammenwachsen zu einer Einheit. Scheib hebt einerseits die deutlichen Siege gegen die hartnäckigsten Verfolger, andererseits aber auch die Entwicklung in der Breite hervor. Maren Mattern führt mit 67 Treffern die Torschützenliste der Spielklasse an. Katharina Fischer und Eliana Alemanno gehören der Rheinland-Pfalz-Auswahl des Jahrgangs 2005 an. Scheib denkt bereits an die neue Saison, für die bislang sieben Spielerinnen zur Verfügung stehen. „Wir hoffen auf Mädchen, die vielleicht den nächsten Schritt bei der HSG gehen wollen. Auf alle Fälle werden wir die Oberliga-Qualifikation spielen“, kündigte sie an.