Speyer Heiligenstein patzt erst in der Abwehr, dann im Angriff

Versucht’s: Maximilian Bouche (am Ball) vom TuS Heiligenstein gegen den Iggelheimer Matthias Schäfer.
Versucht’s: Maximilian Bouche (am Ball) vom TuS Heiligenstein gegen den Iggelheimer Matthias Schäfer.
Pfalzliga: TS Rodalben - TG Waldsee 27:24 (13:12).

Waldsee fand vor 150 Zuschauern gut in die Partie. Marcel Knittel warf die Gäste mit 5:2 in Führung (7. Spielminute). Rodalben schaffte mit dem 8:6 die Wende und behielt bis zum Pausentee stets einen knappen Vorteil. In der Pause sei Waldsee laut TG-Trainer Rainer Eckrich zuversichtlich gewesen, bei Reduzierung der Fehlerzahl und einer besseren Wurfausbeute etwas Zählbares mitzunehmen. Die TG startete auch in Durchgang zwei besser. David Hellmann und Dennis Krieg trafen rasch zum 14:13, und beim 18:16 wiederum durch Hellmann (43.) wähnten sich die Eckrich-Schützlinge in der Erfolgsspur. Doch Rodalben setzte das 20:18 und 22:19 dagegen (51.) – weil Johannes Majer für die TS auf das Spielfeld kam, in der Abwehr anders als die Gäste entschlossen zupackte und sechs Treffer erzielte. Da war auch der bis dahin nicht schlecht haltende TG-Torwart Fabian Schlosser machtlos. Nach Moritz Bredehöfts 20:22 zogen die Gastgeber entscheidend auf 25:20 weg. In der Endphase gelang der TG noch etwas Ergebniskosmetik. Eckrich vermisste in der Deckungsarbeit den notwendigen körperlichen Einsatz. Denn Tigl/Weber sprachen fünf Hinausstellungen gegen Rodalben, jedoch keine gegen Waldsee aus. HSG Trifels - HSG Dudenhofen/Schifferstadt 27:24 (13:11). Dudenhofen/Schifferstadt geht als Schlusslicht in die Spielpause. Die Euphorie nach den jüngsten Erfolgen trug die Schützlinge von Trainer Bruno Caldarelli nicht zum ersten Auswärtserfolg, wobei die Hoffnung bis zu Annelena Scheibs 24:26 91 Sekunden vor dem Schlusspfiff noch keimte. „Wir waren heute nicht gut genug, um etwas mitzunehmen“, sagte Caldarelli. Die Gäste gestalteten das Match ohne Sandra Bäuerle bis zum 11:11 (27.) durch Lea Vogtländer und dank der Paraden von Jennifer Adar ausgeglichen. Die Deckung arbeitete gegen den Rückraum gut. Die cleveren Gastgeberinnen, die ihre Tore vor der Pause insbesondere über Rechtsaußen erzielten und den Spielfluss mit offensiver Abwehr eindämmten, setzten sich auf 14:11, 23:16 ab. Dudenhofen/Schifferstadt leistete sich zu viele technische Fehler. Mit enormem Kampfgeist holte das Team aber auf. Jennifer Christ sah nach der dritten Zeitstrafe Rot (57.). TuS Heiligenstein - TSV Iggelheim 23:36 (15:20). Gegen den Tabellenzweiten hatten die TuSler keine Chance. Iggelheim übernahm schon frühzeitig das Zepter. In Hälfte eins fand Heiligenstein keinen Zugriff in der Abwehr. Iggelheim kam immer wieder zu recht einfachen Treffern. Im Angriff lief es beim TuS in den ersten 30 Minuten noch gut. Allerdings mangelte es bei der Chancenverwertung. Das 8:13 (18.) verkürzte der TuS zum 13:15, weil sich die Abwehr steigerte. Nach Wiederanpfiff schafften es die TuSler nicht mehr, den Gegner ins Wanken zu bringen. Denn jetzt lief im Angriff nicht mehr so viel zusammen. In der 46. Minute stand es 21:27. In der Schlussviertelstunde glückten nur noch zwei Treffer. Dazu kamen noch vergebene Siebenmeter und weitere ausgelassene Chancen. TuS-Coach Steffen Schneider fand es ärgerlich, dass die Niederlage wieder so deutlich ausfiel. Insgesamt habe sich seine Auswahl gut verkauft. Frauen: TuS Heiligenstein - SG Lambsheim/Frankenthal 23:20 (9:9). Mission erfüllt für den TuS: Sieg im finalen Match des Jahres und als Dritter mit 18:8 Punkten in die Pause. Aber es war ein hartes Stück Arbeit, ehe der Erfolg der Gastgeberinnen über die Mannschaft aus dem Tabellenkeller feststand. Lambsheim/Frankenthal überraschte die Römerbergerinnen mit dem 6:2 (17.). Die Einheimischen leisteten sich zu viele technische Fehler und leichte Ballverluste. Dreimal Michelle Wilde (8 Tore) und zweimal Tina Geier (7/4) jeweils in Serie drehten den Spieß zum 7:6 um. Der TuS hatte sich gefangen. Zunächst löste sich Heiligenstein aber nicht klarer, gab die Schlagzahl jedoch vor (12:10, 19:15). Bis zum 20:22 kämpften die Gäste gegen die Niederlage an, ehe Geier per Siebenmeter zum 23:20 den Deckel draufmachte. „Wir haben Stück für Stück das Zepter in die Hand genommen und das Spiel dominiert“, sagte TuS-Coach Michael Erbrecht. Er stellte erneut seiner Torfrau Sabrina Schrader ein sehr gutes Zeugnis aus. Andreas Tigl zeigte Isabell Unterweger (SG) nach der dritten Zeitstrafe Rot (55.). Heiligenstein vergab zwei, die SG drei Strafwürfe. SC Bobenheim-Roxheim - HSG Lingenfeld/Schwegenheim 35:23 (19:10). HSG-Coach Akin Calisir sprach nach dem Debakel beim Tabellenletzten von einer Katastrophe: „Es hat weder in der Abwehr noch im Angriff etwas funktioniert. Wir waren mit dem Kopf nicht bei der Sache.“ Janina Luickx erzielte das erste Tor und damit die einzige Gästeführung. Nach dem 2:2 setzten sich die Einheimischen rasch auf 8:2 ab (10. Spielminute). Lingenfeld/Schwegenheim agierte im Spielaufbau viel zu langsam, und die überragende SC-Schlussfrau Arnika Fenselau zog den HSG-Werferinnen mit einer guten Parade nach der anderen den Zahn. Bobenheim-Roxheim baute seinen Vorsprung mühelos über 11:7 bis zum Seitenwechsel auf 19:10 aus. Da nutzte der HSG auch eine Umstellung der Deckung von 6-0 auf 5-1 nichts. Trainer Calisir forderte die Seinen in der Pause auf, sich zusammenzureißen und das Tempo zu erhöhen. In der Abwehr baute er wieder auf das 6-0. Zunächst sah es auch besser aus (16:21). Aber dann schafften es die Einheimischen wieder, die Geschwindigkeit herauszunehmen, die Gegnerinnen so einzuschläfern und dann überraschend zuzuschlagen. Angeführt von Maria Diemer (13/5 Tore) gelang über 32:19 der sehr deutliche Erfolg. Lingenfeld/Schwegenheim pausiert bis zum dritten Januar, um den Kopf freizubekommen und den Abstiegskampf mit frischen Kräften fortzuführen. Verbandsliga: TV Edigheim - HSG Dudenhofen/Schifferstadt 30:24 (14:13). Im abschließenden Spiel des Jahres hat es den Tabellenführer zum ersten Mal erwischt. Bis zu Niklas Kleins Siebenmeter zum 22:23 (53.) blieb die Frage nach dem Sieger offen. Anders als in den anderen knappen Partien bisher hatte diesmal nicht die Sieben von Trainer Siggi Oetzel den längeren Atem. Die hoch motivierten Edigheimer holten zum entscheidenden Schlag zum 27:22 aus (58.). Die sechs Tore Differenz am Ende schrieb Coach Oetzel der erfolglosen offenen Manndeckung zu. Der Übungsleiter sah seine Mannen ungewohnt pomadig ohne Bereitschaft dorthin zu gehen, wo es auch einmal wehtut. Das Match verlief von Beginn an mit leichten Vorteilen für Edigheim bis zum 17:16 ausgeglichen (37.). Die Hausherren sprangen auf 20:16 weg. Matthias Handrich (20:21) brachte die Gäste aber wieder ganz nah dran. Dennoch blieb das 14:14 der letzte Ausgleich. „80 Prozent reichen eben nicht. Uns hat in allen Mannschaftsteilen der Biss gefehlt“, meinte Oetzel. HSG Lingenfeld/Schwegenheim - TuS Neuhofen 25:26 (11:9). „Heute haben wir Weihnachtsgeschenke verteilt“, sagte HSG-Trainer Jan Burgard. Für ihn war klar mehr drin. Nach etwas verschlafenem Auftakt (5:6) zog die HSG auf 9:6 weg (24.) und hatte fortan meist das Heft des Handelns in der Hand. Aber schon in Durchgang eins erreichte Lingenfeld/Schwegenheim nach Coach Burgards Einschätzung nur 80 Prozent seines Leistungsvermögens und ging bereits jetzt fahrlässig mit seinen Torchancen um. Unter anderem ließen die Hausherren fünf Siebenmeter aus, die Gäste einen. Obwohl die Trainer-Vorgabe lautete, noch zuzulegen, schalteten die Einheimischen nach der Pause sogar noch einen Gang herunter. „Wir haben die Sache einfach nicht konsequent durchgezogen. Man hatte das Gefühl, als seien wir bereits im Winterschlaf und wollten gar nicht gewinnen“, meinte der Übungsleiter. Die HSG-Abwehr bekam den gegnerischen Rückraum nicht in den Griff und ließ den TuS-Außen zu viel Raum. Neuhofen zeigte insbesondere nach dem 22:19 (50.) für die HSG den deutlich größeren Siegeswillen. Felix Turich warf nach dem 23:24 beim 25:25 letztmals den Ausgleich für die HSG. Sieben Sekunden vor dem Abpfiff gelang Jens Dreyer der Siegtreffer für Neuhofen. Frauen: HSG Lingenfeld/Schwegenheim II - TuS Kaiserslautern-Dansenberg 17:32 (6:17). Dass das Schlusslicht gegen den Spitzenreiter nichts erbt, schien vorher schon klar. „Aber wir wollten wenigstens ein gutes Resultat erzielen“, sagte HSG-Trainer Nicolas Biegard. Vielleicht habe diese Zielsetzung die Mannschaft nervös gemacht, mutmaßte er über die vielen Fehlpässe und vergebenen Torchancen. Unter anderem ließ Lingenfeld/Schwegenheim fünf Strafwürfe aus. Phasenweise habe das Team wirklich „gepennt“, berichtete Coach Biegard. Nach gutem Start – die erfolgreichste HSG-Werferin Sarah Schönrock (6/3 Tore) erzielte das 3:2 (5. Spielminute) und das 4:4 (6.) – löste sich der Favorit auf 11:4 und hatte fortan alles im Griff. Über 17:6 und 27:14 stürmte Dansenberg weg. Biegard stellte lediglich die Leistung seiner Keeperinnen Lea Schäffer und Milena Kopf positiv heraus.

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