Speyer Große Sehnsucht nach Ortsrandstraße

Seit Jahren gewünscht: die Römerberger Ortsrandstraße, deren Streckenverlauf mit der roten Linie nachgezeichnet ist. Das Foto is
Seit Jahren gewünscht: die Römerberger Ortsrandstraße, deren Streckenverlauf mit der roten Linie nachgezeichnet ist. Das Foto ist jedoch sehr schematisch, sodass die Straße nicht auf den Punkt genau dort verlaufen wird, wo die rote Linie ist.

Die Sehnsucht nach einer Ortsrandstraße in Römerberg ist groß. Das wurde jüngst wieder in einer gemeinsamen Sitzung des Haupt- und Bauausschusses der Ortsgemeinde deutlich. Darin hat Ortsbürgermeister Manfred Scharfenberger (CDU) verkündet, dass es demnächst Bohrungen in der für die Straße vorgesehenen Trasse geben werde. Mathias Müller (CDU) sah deswegen „Licht am Ende des Tunnels“. Einen Zeitplan, wann die Straße kommt, gibt es jedoch noch nicht.

Nachdem der rheinland-pfälzische Verkehrsminister Volker Wissing (FDP) Anfang Dezember vergangenen Jahres angekündigt hatte, dass er 17 neue Ortsumgehungen im Land auf den Weg bringen wolle, keimte in Römerberg Hoffnung auf. Die Straße, die um die Ortsgemeinde verlaufen und die Germersheimer-, Heiligensteiner- und Berghäuser Straße entlasten soll, steht auch auf der Liste des Verkehrsministers. Scharfenberger nannte die Ankündigung einen „Lichtblick am Horizont“. Sein Parteikollege Mathias Müller freute sich in der jüngsten Ausschusssitzung über Scharfenbergers Ankündigung, dass es demnächst Bohrungen in der vorgesehenen Trasse geben werde: „Das zeigt, dass es weitergeht“, sagte Müller und verwies auf 15 Jahre, von denen man ausgegangen sei. Hintergrund der Zeitangabe ist, dass Verkehrsminister Wissing in seiner Ankündigung Ende 2017 von einem Zeitraum von rund zehn bis 15 Jahren vom Planungsbeginn bis zur Erlangung des Baurechts für eine neue Ortsumgehung gesprochen hatte. Auf RHEINPFALZ-Nachfrage dämpfte der für das Bauprojekt zuständige Landesbetrieb Mobilität (LBM) die im Ausschuss aufgekommenen Erwartungen. Die Ortsumgehung Römerberg sei eines von 17 Landesstraßen-Neubauprojekten, die in den nächsten Jahren planerisch weiterbetrieben werden sollen. Die Bewertung und Priorisierung der Vorhaben seien noch nicht abgeschlossen, teilte LBM-Sprecherin Verena Blümling mit. Derzeit werden die durch den LBM erstellten Unterlagen vom Verkehrsministerium geprüft. Aussagen zu der Bewertung und Priorisierung einzelner Vorhaben können laut der Behördensprecherin erst nach Abschluss der Prüfung getroffen werden. „Zu einem möglichen Baubeginn und der Bauzeit können zum jetzigen Zeitpunkt keine Angaben gemacht werden“, teilte Blümling weiter mit. Mit Blick auf die von Scharfenberger angekündigten Bohrungen in der vorgesehenen Trasse der Ortsrandstraße sagte die Behördensprecherin, dass der LBM neben der genannten Ortsumgehung auch die Verlegung des Bahnübergangs in Berghausen plant. Wie berichtet, soll südlich des Bahnübergangs in der Dudenhofer Straße (Kreisstraße 27) eine Unterführung und eine rund 700 Meter lange Kreisstraße gebaut werden. Für dieses Projekt, bei dem der LBM nicht vor dem zweiten Halbjahr 2022 mit einem Baustart rechnet, müsse der Baugrund mithilfe von Bohrungen erkundet werden. „Um Synergieeffekte zu nutzen, wird der LBM gleichzeitig Bohrungen in der Trasse der Ortsumgehung durchführen lassen“, erklärte Blümling.

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