Speyer
Gesundheitstag in Speyer soll größer werden
Gesundheit beginnt schon vor dem Besuch in der Arztpraxis. Teilweise können Bürgerinnen und Bürger sie selbst in die Hand nehmen. Wie das geht, darüber soll am Samstag, 30. Mai, der Gesundheitstag im Domgarten von 11 bis 17 Uhr aufklären. Die Aktion ist nicht die erste ihrer Art in Speyer – bereits sieben Gesundheitstage organisierte das Ärztenetzwerk Pravo. Mit der Stadtverwaltung in einer aktiveren Rolle soll sich nun ein ganzheitliches und alltagsnahes Angebot rund ums Thema entwickeln.
Besucher sollen lernen, auf sich zu achten und dabei Spaß haben. Sie können sich selbst testen und Perspektiven wechseln: etwa mit einem Anzug, der ein hohes Alter simuliert. „Man lernt, dass man Gesundheit nicht nur delegieren kann, sondern auch selbst etwas tun kann“, erklärte Clemens Spiekermann, Geschäftsleiter von Mitveranstalter PVM Versorgungsmanagement, im Gespräch mit der RHEINPFALZ und den Organisatoren des Gesundheitstages.
Programm und Neuerungen
Den sogenannten Alterssimulationsanzug bringt die Deutsche Rentenversicherung (DRV) mit. Gewichte in einer Weste, eingeschränktes Hören und Sehen, verringerte Beweglichkeit: Jüngere können in die Erfahrungswelt von älteren Menschen eintauchen. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) wird mit Rettungswagen dabei sein, die Besucher sich ansehen können. Beim TSV Speyer wird man seine Wurfgeschwindigkeit messen können, bei den Diakonissen etwa die eigene Handkraft und Gehgeschwindigkeit. Außerdem werden Trockenbluttests und Kollagen-Testings, Hörerlebnisse und Gleichgewichtstraining angeboten. Der Tag soll auch Bereiche abdecken, an die Bürgerinnen und Bürger möglicherweise selbst nicht denken würden, erklärte Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler (SPD).
Eventplaner Philipp Kabs von „Abenteuer erleben“ bereitet ein Angebot aus Wissen und Spaß vor: Es wird Rikschafahrten geben, ein Segelflugzeug zum Inspizieren, eine Hüpfburg, Kinderschminken und Bühnenprogramm. Bei einer Tombola können Teilnehmer Gutscheine gewinnen, etwa vom Fitnessstudio Pfitzenmeier oder von Optik Steck. Eine wichtige Veränderung stellt das kulinarische Angebot dar: Gesünder soll es in diesem Jahr sein. So wird es beispielsweise vegetarische Burger geben, Obstbecher und Kartoffeln mit Quark.
Auch psychische Gesundheit
Seit vergangenem Jahr beschäftigt die Aktion sich auch mit der psychischen Gesundheit. So wird zum Beispiel das Bündnis Depression mit einem Stand im Domgarten vertreten sein. „Gesundheit ist ein ganzheitliches Thema“, betonte Kabs. Das Angebot soll niedrigschwellig sein. Schon ins Gespräch zu kommen könne manchen helfen, ergänzte Seiler.
Das Format des Gesundheitstages – eine Mischung aus Altbewährtem und Neuem – soll nachhaltig sein, sich weiterentwickeln und sich in Speyer etablieren. So das gemeinsame Ziel der Stadt und der Mitorganisatoren, die aus unterschiedlichen Konzepten ein großes Angebot für alle Altersgruppen, für Beschäftigte, Familien und alle Interessierte schaffen wollen.