Speyer Geschäft ist jetzt heller und größer
Etwa eine halbe Million Euro hat Aldi Süd investiert, um den Markt in Hanhofen zu modernisieren. Gestern ist das Geschäft nach einwöchiger Schließzeit wieder geöffnet worden. Der Markt wurde 2001 eröffnet und 2006 erweitert. Für die Verantwortlichen bei Aldi ist es aufgrund der Nähe zur B 39 ein guter Standort, wie sie berichten.
Der Parkplatz ist voll an diesem Montagvormittag, und im neugestalteten Aldi-Markt in Hanhofen sind viele Kunden. Sie sehen einen helleren Markt, der auch etwas größer geworden ist. So ist angebaut worden, um die Pfandautomaten im Eingangsbereich unterzubringen. Zudem wurde Platz geschaffen für einen Automaten, der Backwaren ausgibt. Die Ware ist in sechs Zonen angeordnet: Frühstück, Getränke, Frische, Drogerie, Aktionsartikel und Kasse. Die Anzahl der Produkte sei gleich geblieben, geändert habe sich allerdings der Platz für die einzelnen Produkte, wie Nils Reithmann, Leiter der Filialentwicklung bei der Aldi-Süd-Niederlassung in Ketsch, berichtet: So seien die Kühltruhen jetzt wesentlich länger, der Platz für Konserven sei hingegen kleiner geworden. Auch aus dem Grund, weil die Kunden frische Produkte bevorzugten, wie Reithmann sagt, und eine weitere Neuerung anfügt: „Wir haben jetzt loses Obst und Gemüse. Das kannte man vorher bei uns nicht.“ Heißt: Man kann jetzt auch bei Aldi zwei Bananen kaufen, und muss nicht ein ganzes Kilo mitnehmen. Außerdem gebe es jetzt Regale für alle Bio-Produkte, nennt er einen weiteren Punkt. Alles in allem habe Aldi etwa eine halbe Million Euro investiert, sagt Reithmann auf RHEINPFALZ-Nachfrage. Das Gebäude – auf dessen Dach eine Photovoltaik-Anlage rund 30 Prozent des Strombedarfs der Filiale produziere – gehöre Aldi. Das Geschäft in Hanhofen werde von den Kunden gut angenommen, sagt Herbert Lehr, der für die Filialen in Hanhofen, Germersheim, Bellheim und die beiden Speyerer Märkte verantwortlich zeichnet: „Wir sind zufrieden mit dem Standort Hanhofen.“ Der Markt liege verkehrsgünstig nahe der Bundesstraße 39 und sei für Pendler interessant. Aldi Süd hat rund 1860 Filialen in West- und Süddeutschland und will bis 2019 nach und nach alle auf einen modernen Stand bringen. Der Markt in Hanhofen ist der siebte modernisierte Markt im Gebiet der Niederlassung Ketsch, wie Reithmann sagt, der als Leiter der Filialentwicklung für 70 Standorte in der Metropolregion zuständig ist; 65 in Baden, fünf in der Pfalz. Zurück nach Hanhofen: Dort sind insgesamt 16 Mitarbeiter beschäftigt (davon zwei Auszubildende, zwei Mitarbeiterinnen in Elternzeit) und Filialleiter Andreas Maerzke sagt: „Das Arbeitsklima ist wunderbar.“ Dazu komme, dass die Mitarbeiter zu den Kunden ein persönliches Verhältnis hätten. Lehr fügt mit Blick auf Filialen auf dem Land an: „Da ist ein anderes Verhältnis als in der Großstadt.“ Hanhofens Ortsbürgermeister Friederike Ebli (SPD) brachte gestern Blumen zur Wiedereröffnung mit – und erinnerte sich, wie viel Mühe es Anfang des Jahrtausends kostete, aus den „Handtuch-großen- Flächen“ der vielen verschiedenen Eigentümer eine Gewerbefläche für die Ansiedlung eines Supermarktes zu machen und dann auch noch eine zweite B-39-Abfahrt zu bekommen: „Es war mit eines der anstrengendsten Unterfangen in meiner Bürgermeister-Zeit.“ |snr