Speyer Freie Fahrt ab Februar
Vermutlich ab Mitte Februar kann die Ludwigshafener Brunckstraße stadtein- und -auswärts wieder normal befahren werden. Durch das BASF-Unglück hatte sich die Sanierung verzögert – und könnte teurer werden. Die Mehrkosten übernimmt der Chemiekonzern.
Zu 90 Prozent seien sie Arbeiten an der Brunckstraße in Friesenheim abgeschlossen. Das teilt eine Stadtsprecherin auf RHEINPFALZ-Anfrage mit. Bis Jahresende sollen alle Fahrspuren fertig asphaltiert sein. Schon jetzt fertig ist der Radweg zwischen der Einmündung Friesenheimer Straße und Teichgartenweg – sowohl auf Seite der BASF wie auch auf der anderen Seite. Drei von vier Ampeln sind laut Stadt ebenfalls bereits umgebaut. Nach einer Pause bis Anfang des Jahres werde ab dem 11. Januar unter anderem der 340 Meter lange Radweg zwischen Teichgartenweg und Friedrich-Profit-Straße Richtung Innenstadt fertiggestellt. Außerdem soll ab dann auch die provisorische Fahrspur im Bereich der Friedrich-Profit-Straße zurückgebaut werden. Mit einem Ende aller Sanierungsarbeiten rechnet die Stadt für Mitte Februar. In Fahrtrichtung stadtauswärts sind bereits zwei Fahrspuren frei. Ab Februar sollen wieder vier Spuren komplett zur Verfügung stehen, heißt es von der Stadt. Anschließend könne es im März kurzfristige Behinderungen geben, weil noch Markierungen gemacht werden müssen. Alle Daten vorbehaltlich guter Witterung. Die geplante Dauer der Arbeiten hatte sich damit zuerst verringert, dann wieder erhöht. Zu Beginn der Sanierung im August 2015 war von einem Abschluss im Februar 2017 die Rede. Zwischendurch hatte die Stadt vermeldet, die Sperrungen sogar schon zum Jahresende 2016 wieder aufheben zu können. Das ist nun nicht mehr möglich. Dafür gebe es zwei Gründe: einerseits das BASF-Explosionsunglück im Oktober. Andererseits habe der Frosteinbruch in der ersten Dezemberwoche die Arbeiten verzögert, heißt es von der Stadt. Insgesamt habe es einen viereinhalbwöchigen Baustillstand gegeben. Die Sanierungskosten schätzt die Stadt auf rund 8,2 Millionen Euro. Mehrkosten, die möglicherweise durch Verzögerungen wegen des BASF-Unglücks entstanden sind, würden derzeit ermittelt „und können heute noch nicht beziffert werden“, heißt es aus dem Rathaus. Die BASF habe sich jedoch bereit erklärt, diese Mehrkosten zu übernehmen. Friesenheims Ortsvorsteher Günther Henkel (SPD) hat für die Sanierung vor allem Lob übrig. Die gesamte Umsetzung des Projekts sei besser gelaufen, als vorher befürchtet, sagt der 59-Jährige. Das Baustellenmanagement sei gut. Der Verkehr habe trotz Teilsperrungen immer fließen können und nicht durch andere Straßen in Friesenheim geführt werden müssen. Dadurch sei die langfristige Sanierung auch für die Friesenheimer Bürger kein großes Thema gewesen. Wenn es Engpässe im Bereich Brunckstraße gegeben hätte, habe dies vor allem mit Baustellen an anderen Punkten in der Stadt zutun gehabt, sagt Henkel. Lediglich die sich häufig ändernde Einfahrtsspur Richtung „Aldi“ habe für Verwirrung gesorgt. Wie dort die endgültige Regelung ist, sei aber erst nach Abschluss aller Sanierungsarbeiten klar, so der Ortsvorsteher. | rxs