Speyer Frage nach dem Spielort entzweit die Brüder

Nicht einer Meinung: Paul Stock (links in Gelb gegen Hauenstein) erkennt die Reize eines Stadions. Für seinen Bruder Moritz (am
Nicht einer Meinung: Paul Stock (links in Gelb gegen Hauenstein) erkennt die Reize eines Stadions. Für seinen Bruder Moritz (am Ball) kommt nur die Iggelheimer Straße in Betracht.

«Dudenhofen.» Das Spiel des Lebens steht für Verbandsligist FV Dudenhofen an, wenn es im März um den Südwestpokal-Finaleinzug gegen den Drittligisten 1. FC Kaiserslautern geht. Unklar ist noch, wo die Partie stattfindet (wir berichteten mehrfach). Im Dudenhofener Spielerkreis gibt es unterschiedliche Meinungen.

Viele Akteure bevorzugen den Spielort an der Iggelheimer Straße im heimatlichen Dudenhofen. Andreas Lange ist einer davon: „Auf diesem Platz haben wir schon legendäre Pokalfights gehabt.“ Einen Vorteil sieht er vor allem in der Nähe zu den Fans: „Die Profis können sehen, dass man auch bei einem Dorfklub Gänsehaut bekommt und nicht nur auf dem Betze“, sagt der Mittelfeldspieler. Torwart Marcel Johann sieht das genauso: „Wir wollen natürlich in Dudenhofen spielen und zwar nur an der Iggelheimer Straße. Nur da haben wir ein echtes Heimspiel.“ Der Schlussmann räumt ein, dass der Verein zwar weniger Zuschauer als in einem Stadion haben wird. Aber zumindest die Wirtschaftseinnahmen würden bleiben. Eine lustige Vorstellung für ihn: „Wenn sich die Profis in unserem Keller umziehen müssen, wissen sie, dass wir auf dem Dorf sind und für den Verein leben und nicht für das Geld.“ Auch für Moritz Stock ist die Sache klar. Der Stürmer erklärt: „Sollte es von der Organisation und der Sicherheit möglich sein, kann es nur einen richtigen Spielort geben und der ist bei uns zuhause.“ Sein Bruder Paul sieht das etwas anders: „Ich bin dafür, dass das Spiel in einem richtigen Stadion stattfindet.“ Er ist sich sicher, dass mehr als nur etwa 3000 Menschen das Spiel sehen wollen. „Auch aus Sicherheitsgründen bin ich mir sicher, dass es die bessere Lösung wäre“, erklärt Stock im Gespräch mit der RHEINPFALZ. Einen Unterstützer findet er in Julian Scharfenberger. Der ehemalige Verbandsliga-Torschützenkönig kann zwar verstehen, dass der Verein das Spiel vor der Haustür austragen möchte, sieht aber wie Paul Stock den Aspekt der Zuschauerzahl. „Man sollte das Maximale rausholen und im Südweststadion spielen“, meint Scharfenberger, der aber hinzufügt: „Auch ein Heimspiel wäre optimal, da wir im Pokal dort die besten Spiele gemacht haben.“ Michael Bittner sagt: „Ich bevorzuge die Iggelheimer Straße.“ Er sieht aber eine weitere Option: Das Stadion des SV Weingarten. Dort gibt es jedoch kein Flutlicht, und die Partie müsste mittags ausgetragen werden. Co-Trainer Steffen Litzel vertritt eine klare Meinung und will „unbedingt an der Iggelheimer Straße spielen“. Er rechnet mit einer großartigen Atmosphäre. „Wir hoffen auf ein Fußballfest vor ausverkauftem Haus“, sagt der frühere Mechtersheimer. Für die Zuschauer und die Spieler wäre ein echtes Heimspiel zudem deutlich attraktiver als ein spärlich besetztes Südwest-Stadion. Zudem denkt er: „Es verirren sich sicherlich einige Zuschauer nach Dudenhofen, die den FVD nur aus der Presse kennen. Vielleicht gelingt es uns ja, diese zu überzeugen und für uns zu gewinnen.“

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