Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel FC Speyer 09 richtet Osterferien-Camp aus

Bleiben bei der Stange: Fußball-Feriencamp beim FC Speyer 09.
Bleiben bei der Stange: Fußball-Feriencamp beim FC Speyer 09.

David Giesbrecht will beim FC 09 Speyer ein Freiwilliges Soziales Jahr beginnen. Was dabei unter anderem auf ihn zukommt, erlebt er dieser Tage auf dem Vereinsgelände.

„Ich mag es, mit Kindern zu arbeiten“, versichert der Spieler der Unter-19-Jährigen. Gerade verdrückte er gemeinsam mit seinen Trainerkollegen sowie den 45 angemeldeten Kindern des Osterferiencamps sein Mittagessen und steht in den Startlöchern für die nächsten Trainingseinheiten. Bis alle wieder auf den Platz zurückkehren, plaudert er ein bisschen aus dem Nähkästchen.

„Die Kleinen sind schon ein bisschen anstrengend. Aber es macht Spaß“, sagt Giesbrecht zum Beispiel. Im Vorfeld setzte er sich mit den anderen Coaches zusammen, um den Camp-Tagen Struktur zu geben. „Jeder Trainer muss zwei Übungen mit Inhalt füllen“, ergänzt Jan Kamuf dazu, Koordinator Soziales bei Anpfiff ins Leben.

Die Kleinen auspowern

Giesbrecht zeigt auf, was er mit seinen Übungen beabsichtigt. „Uns war klar, dass wir etwas anbieten müssen, was gerade die Kleinen auspowert“, erklärt er. Viel Laufen und Ballkontakt sprangen heraus. Das Konzept, bestätigt Giesbrecht, geht auf.

Vier Tage lang unterhält das Team die jungen Spieler beim FC 09 fußballerisch.

„Als Verein sind wir leistungsorientiert mit Breitensportgedanke. Wir wollen damit auch offen sein für Kinder von außen“, macht Kamuf den Auftrag deutlich, den er mit dem Camp verbindet. In erster Linie sieht er darin einen gesellschaftlichen Auftrag. „Wir wollen als sozialer Ankerpunkt Orte schaffen, wo sich die Kinder wohlfühlen, wo sie weg von der Spielkonsole zuhause sind und wo die Bewegung gefördert wird“, führt Kamuf aus.

Kamuf angetan

Natürlich schauen die Trainer währenddessen auch nach Talenten. Dorijan (14) schaffte den Sprung zu den Speyerern bereits. „Eigentlich spiele ich in Worms, hab eine zweite Spielerlizenz in Mutterstadt und bin hier Gastspieler“, zeigt der Junge auf. Als Torwart nimmt er eine gefragte Position ein. Am linken Fuß möchte Dorijan arbeiten und an seiner Größe.

Lang machen lassen will Moritz (11) seinen neuen Kumpel, den er beim Camp kennenlernte. Der Spieler im linken Mittelfeld des JFV Ganerb will nämlich Power- und Zielschuss perfektionieren. Die Motivation beeindruckt die Trainer. „Das Feedback von Kindern und Eltern ist top“, unterstreicht Kamuf. Stolz kommentiert er den enormen Zuspruch auf die Camps beim FC. Nach nur zehn Tagen gab’s keine Plätze mehr für die Osteraktion. Das liegt gewiss auch an dem festgelegten Modus: morgens intensives Training, mittags Spiel und Spaß. Auch im Gesamtpaket gilt: Das Konzept passt.

x