Speyer „Fühle mich wohler“

Von Clemens Bengert (links) ausgezeichnet: (von links unten) Marina Zettler, Rudi Tretter, Melanie Hirsch, Birgit Pfaff, (von li
Von Clemens Bengert (links) ausgezeichnet: (von links unten) Marina Zettler, Rudi Tretter, Melanie Hirsch, Birgit Pfaff, (von links oben) Manfred Brecht, Hassan Ahmed El Khatib, Andrea Wenger und Wolfgang Walter.

Wolfgang Walter war der Spitzenreiter unter den diesjährigen Blutspendern des DRK Römerberg-Dudenhofen. Zum 150. Mal ging er zum Aderlass. Vergangene Woche wurden er und weitere vielfache Spender im Rotkreuz-Heim in Römerberg geehrt.

Die Beweggründe, die Walter zur Blutspende brachten, waren nüchtern. „Früher bekamen wir bei den PFW dafür einen halben Tag frei“, erinnert er sich. Doch auch nach dem Ende dieser Regelung ist Walter dabeigeblieben: „Das Blut wird gebraucht. Solange man spenden kann und darf, sollte man es machen.“ Nicht zuletzt wirkt sich der Einsatz auf Walter persönlich positiv aus, sagt er. „Ich fühle mich wohler, das Blut kann sich erfrischen“, berichtet der 64-Jährige. Für Clemens Bengert, Vorsitzende des Ortsverbands, sind alle Blutspender auch Lebensretter. „Blutspenden ist eine großartige Sache“, sagte er und wies auf die schwer kranken Menschen hin, die auf den Lebenssaft angewiesen sind. Die Koordinatorin der Spendenaktionen in Römerberg und Dudenhofen, Ursula Brunner, merkte an, dass mit 3,8 Millionen Blutspenden im Jahr in Deutschland 70 Prozent des Bedarfs an Kliniken gedeckt werden. In Römerberg sei der Erstspenderanteil 2018 um 80 Prozent gestiegen. Von insgesamt 538 Frauen und Männern, die sich auf fünf Aktionstermine verteilten, seien 47 erstmals da gewesen. „Machen Sie weiterhin Mundpropaganda“, ermunterte Brunner die Anwesenden. „Neuspender“, erklärte sie, „sind die späteren Dauerspender – und die brauchen wir.“ Eingespielt habe sich der Einsatz im Blutspendebus, der in Dudenhofen genutzt werde. 54 Spender sind jeweils an vier Terminen „angezapft“ worden. Die Zahl sei zufriedenstellend, so Brunner, denn der Bus habe durch die Begrenzung auf sechs Liegeplätze keine große Kapazität. Gut angenommen werde der Aufruf zur Stammzellenspende für die Stefan-Morsch-Stiftung. 33 Blutspender waren diesmal ins DRK-Heim eingeladen, nur wenige kamen. „Wir wissen nicht, woran es liegt, aber wir überlegen, ob wir es in dieser Form im kommenden Jahr noch mal machen“, sagte Brunner im Gespräch mit der RHEINPFALZ. 21-mal wurden Menschen für zehn Spenden ausgezeichnet, dreimal für 25 und sechsmal für 50. Auf 75 beziehungsweise 100 Mal brachten es zwei weitere Herren.

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