Speyer Erstmals seit 30 Jahren Ritterschlag im Speyerer Dom

Kardinal Reinhard Marx schlägt Kandidaten zum Ritter: vorne Marcus Baumann, dahinter Wofgang Appel aus Neustadt.
Kardinal Reinhard Marx schlägt Kandidaten zum Ritter: vorne Marcus Baumann, dahinter Wofgang Appel aus Neustadt.

Bei einem Gottesdienst im Speyerer Dom sind am Samstag zehn Frauen und 13 Männer in den Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem aufgenommen worden. Sie erhielten Ordenskreuz und Mantel, die Männer zusätzlich einen Ritterschlag. Dafür war der Münchener Erzbischof Reinhard Marx nach Speyer gekommen, Großprior des Laienordens. „Es geht darum, den Weg der Kirche von morgen miteinander zu suchen“, sagte er mit Bezug auf den von Papst Franziskus gewünschten Synodalen Weg. Eine solche Aufnahmefeier fand erstmals seit 30 Jahren in der Speyerer Kathedrale statt, wie das Bistum mitteilt.

Mit Melanie Lang (Landau) und Wolfgang Appel (Neustadt) wurden zwei neue Mitglieder aus dem Gebiet des Bistums Speyer eingeführt, die anderen kamen aus dem gesamten Bundesgebiet. Eigentlich seien mehrtägige Feierlichkeiten mit mehr als 700 Teilnehmern und Miete der großen Event-Halle des Technik-Museums vorgesehen gewesen, so Christopher Wolf, Leiter der Bistumsgruppe Speyer/Kaiserslautern. Auch in der Corona-bedingt abgespeckten Variante mit 100 Teilnehmern im Dom sei es aber „eine schöne Begegnung und bestärkende Feier“ gewesen.

Hilfe für Christen im Heiligen Land

Der Orden setzt sich für humanitäre Hilfen und pastorale Tätigkeiten zu Gunsten der Christen im Heiligen Land ein. Wolf zufolge hat allein die deutsche Statthalterei dafür über Spenden mehr als zwei Millionen Euro beigesteuert. Der katholischen Gemeinschaft gehören weltweit mehr als 30.000 Mitglieder, davon rund 1500 aus Deutschland, an. Vor Marx war der frühere Speyerer Bischof Anton Schlembach Großprior. Die mit der Investitur verbundenen zwei Gottesdienste aus dem Dom wurden im TV-Sender EWTN übertragen und sind laut Wolf unter www.ewtn.de auch weiterhin abrufbar.

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