Speyer Erste Andacht „Halte.Punkt.Ostern“

Der obere Teil des Notenfensters im Haus der Dommusik mit Wipos Ostersequenz, nach der Luther „Christ lag in Todesbanden“ dichte
Der obere Teil des Notenfensters im Haus der Dommusik mit Wipos Ostersequenz, nach der Luther »Christ lag in Todesbanden« dichtete.

In der ersten Andacht „Halte.Punkt.Ostern“ am Samstag, 10. April, um 18 Uhr im Dom steht Johann Sebastian Bachs Kantate „Christ lag in Todesbanden“ im Mittelpunkt des Gottesdienstes.

Die Entstehung der Kantate zum Ostersonntag steht wahrscheinlich im Zusammenhang mit Bachs Stellenwechsel von Arnstadt nach Mühlhausen im Jahre 1707. Offenbar kam es Bach bei diesem Frühwerk darauf an, die gesamte Palette seiner Kunstfertigkeit vorzuführen und so durchschreitet die Komposition von Vers zu Vers bei stets gleicher Choralmelodie die unterschiedlichsten Satz- und Stilmodelle.

Grundlage ist Martin Luthers bekanntes Osterlied „Christ lag in Todesbanden“. Dieses greift im Text teilweise die Ostersequenz „Victimae Paschali laudes“ des Wipo von Burgund, einem Freund des Domgründers Konrad II. und Erzieher Heinrich III. , aus dem elften Jahrhundert auf.

Im Haus der Dommusik gibt es neben dem Großen Chorsaal ein Fenster mit dieser Sequenz.

Domkantor Joachim Weller wird den Gottesdienst mit dem kurzen, gleichnamigen Choralvorspiel aus dem „Orgelbüchlein“ eröffnen und kontrastierend zum Abschluss das symphonisch-österliche Orgelstück „Incantation pour un jour saint“ von Jean Langlais (1907-1991) erklingen lassen.

Die Ausführenden sind die Vokalsolisten Magdalene Harer (Sopran), Franz Vitzthum (Altus), Sebastian Hübner (Tenor) und Matthias Horn (Bass). Den instrumentalen Part übernimmt ein Ensemble des Barockorchesters L’arpa festante unter der Leitung von Domkapellmeister Markus Melchiori.

Domdekan Christoph Maria Kohl wird dem Gottesdienst vorstehen.

Anmeldung auf der Website des Domes www.dom-zu-speyer.de/ostern-2021/oster-andachten/