Speyer Erst die Bauarbeiter, dann die Ampeln

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Ampeln für Linksabbieger und Radler sollen an den Übergängen von der B 39 auf die B 9 für Sicherheit sorgen. Das kündigt Martin Schafft, Leiter des Landesbetriebs Mobilität (LBM) in Speyer, auf Anfrage an.

Das gelte für die voraussichtlich 26 Monate ab Januar, in denen die Salierbrücke wegen Sanierung gesperrt ist. Weil in dieser Phase voraussichtlich deutlich mehr Fahrzeuge als bislang am „Dudenhöfer Kreuz“ kurz vor der Speyerer Stadtzufahrt auf die B 9 abbiegen, um die Autobahnbrücke zu erreichen, steht – wie berichtet – am Knoten B 39/B 9 ab Montag, 3. Dezember, ein Umbau an: Bis Weihnachten sollen zwei Verkehrsinseln zurückgebaut werden, um die Linksabbiegerspur von Dudenhofen kommend auf die B 9 von heute 60 auf 160 Meter zu verlängern. Das vermeide gerade im Berufsverkehr Staus, so der LBM. Dass ab 2019 deutlich mehr Rechts- und Linksabbieger auf die B 9 zu erwarten sind, bereitet unter anderem Radfahrern Sorgen: Vor allem der aus Dudenhofen nach Speyer führende Radweg sorgt schon heute hin und wieder für heikle Situationen, weil – in nicht immer ganz übersichtlicher Anordnung – vier Aus- und Zufahrten der B 9 zu überqueren sind. Ohne die Ampeln hätte auch der LBM „Sicherheitsbedenken“, sagt Schafft. Er habe sich daher mit den baden-württembergischen Kollegen auf die Ampeln verständigt: „An den beiden Einfahrten auf die B 9 soll jeweils eine Signalanlage eingerichtet werden.“ So werde jeweils die Radwegefurt, die von den Linksabbiegern gekreuzt wird, geschützt. Das betreffe aber nur den mittleren Bereich der beiden Äste. In der Sprachregelung der Straßenbauingenieure heißt das: „Teilsignalisierung für feindliche Ströme“. Ob die Ampel auf der südwestlichen Seite durchgehend eingeschaltet wird, sei noch nicht entschieden. Das hänge auch vom Verkehrsaufkommen ab. Grundsätzlich bleibe der Radweg durchgehend in beide Richtungen befahrbar. An ihm werde nichts gebaut. Die Entfernung der Verkehrsinseln in der Mitte der B 39 habe keinen Einfluss auf den Fahrradverkehr. In der Bauphase selbst gibt es laut Schafft noch keine Ampeln an den Radwegefurten. „Wir gehen davon aus, dass in dieser Zeit die Lücken im Verkehr noch ausreichend groß sind, dass es für die Radfahrer funktioniert“, teilt Schafft mit. Wie berichtet, investiert der LBM 110.000 Euro, um den Knoten „leistungsfähiger“ zu machen. FDP erinnert an eigenen Vorschlag Mit einer zustimmenden Stellungnahme zur Verlängerung der Linksabbiegespur hat sich der FDP-Gemeindeverband Römerberg-Dudenhofen zu Wort gemeldet: Den Vorschlag, diese Spur auf der B 39 für den Verkehr in Richtung Ludwigshafen zu verlängern, habe die Partei wegen des auch damals hohen Verkehrsaufkommens schon vor zehn Jahren gemacht. Damals sei er vom LBM abgelehnt worden, heißt es in einer Mitteilung. Umso mehr freuten sich die Liberalen über den Sinneswandel, so Vorsitzender Hartmut Lardon: „Damit wird die Sperrung der alten Rheinbrücke zumindest einen ersten positiven Effekt haben: eine erhöhte Leistungsfähigkeit des Dudenhöfer Kreuzes.“

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