Speyer Ergebnis- und Fehlersummenspiel

«Idar-Oberstein.» Während die Talfahrt des SC Idar-Oberstein in der Oberliga anhält, träumt der TuS Mechtersheim nach dem 2:1-Auswärtssieg vom Aufstieg. Offensivmann Georg Ester gab derweil seine Rückkehr zu RW Seebach bekannt.

Vor der Minuskulisse von noch 161 Zuschauern im Haag kassierte der SC die 18. Niederlage im 27. Saisonspiel. Mechtersheim feierte einen aufgrund der vielen Torchancen der Gastgeber etwas glücklichen Erfolg. „Fußball ist ein Ergebnisspiel. Wir haben relativ glücklich gewonnen“, sagte Mechtersheims Trainer Ralf Schmitt. SC-Coach Uwe Hartenberger ergänzte: „Fußball ist auch ein Fehlersummenspiel, und wir haben die entscheidenden Dinge falsch gemacht. Wir haben unsere Chancen nicht genutzt und wegen schlechter Konterabsicherung zwei Gegentreffer kassiert.“ Hartenberger meinte aber auch: „Von unserer Seite war es ein Spiel, womit die Leute sich identifizieren können.“ Tatsächlich begann der SC Idar-Oberstein überaus engagiert und wurde auch schnell belohnt. Nachdem Schiedsrichter Torsten Moog einen Körpereinsatz von Mechtersheims Kapitän Thorsten Ullemeyer gegen den als Angriffsspitze aufgebotenen Alex mit Verzögerung als Foul gewertet hatte, spielte Thiago den fälligen Freistoß aus dem Zentrum ziemlich scharf in Richtung Elfmeterpunkt. Dort gewann Davidenko das Luftduell gegen den Riesen Ullemeyer und bugsierte den Ball scheinbar unhaltbar in Richtung Tor. Mit einer Wahnsinnsparade kratzte der bärenstarke Mechtersheimer Torwart Philipp Schilling die Kugel noch von der Linie – allerdings nur noch vor die Füße von Florian Zimmer. Der Youngster ließ sich nicht lange bitten und staubte zum 1:0 ab (5.). „20 Minuten lang haben wir ein richtig gutes Spiel gezeigt“, meinte Hartenberger. Danach verschaffte sich der TuS mehr Vorteile. Die Partie verlagerte sich mehr in die Idarer Hälfte. Wirklich gefährlich war der TuS aber zunächst nicht, weil dem Team die Präzision im letzten Drittel fehlte. Das 1:1 fiel deshalb zwar nicht aus vollkommen heiterem Himmel, aber doch unerwartet. Ausgangspunkt war ein Fehlpass von Sechser Tim Hulsey bei der Spieleröffnung. Kevin Schwehm fing den Flachpass ab und leitete den Gegenzug mit einem Pass auf Lukas Metz ein. Der kickte nach rechts weiter auf Yasin Özcelik, der mit einem halbhohen Diagonalball den durchgesprinteten Salvatore Saito fünf Meter vor dem Tor in Schussposition brachte. Haarscharf auf der Abseitsgrenze verwertete Saito die Vorlage zum 1:1 (23.) – ein schönes Kontertor. Doch es hätte verhindert werden können, wenn Innenverteidiger Paulo de Souza Özcelik energisch gestört hätte, oder wenn Rechtsverteidiger Thiago den Lauf Saitos mit gleicher Intensität mitgemacht hätte. Doch während Saito durchsprintete und sogar den weiteren Weg zurücklegte, joggte Thiago nur. Auch nach der Pause schwamm sich Mechtersheim erst wieder frei, erneut zunächst ohne die ganz große Gefahr. Auch vor Dennis Sommers 2:1 attackierte Idar-Oberstein zu halbherzig. Schilling hielt die Punkte dann fest. „Wir haben naiv gespielt“, kommentierte Hartenberger.

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