Speyer Ein paar tausend Euro verschossen

Gefahrenstelle: Der Zaun um den Dudenhofener Fußballplatz.
Gefahrenstelle: Der Zaun um den Dudenhofener Fußballplatz.

«Dudenhofen.» Wir richten es aus, wir richten es nicht aus, wir richten es aus, wir richten es nicht ... Stand heute: Das Verbandspokal-Halbfinale zwischen dem Verbandsligisten FV Dudenhofen und dem drei Klassen höher spielenden 1. FC Kaiserslautern steigt am Mittwoch, 3. April (19.30 Uhr), im Südwest-Stadion Ludwigshafen.

In den vergangenen Tagen überschlugen sich die Ereignisse. Zunächst erklärte der Verein: „Wir machen es.“ Wenige Tage später: „Lieber doch nicht.“ Was geschah? Eine Ortsbegehung von Polizei und Sicherheitsdienst des 1. FC Kaiserslautern. Das Ergebnis: Das Match findet nicht an der Iggelheimer Straße im Spargeldorf statt. FVD-Vorsitzender Roland Klaus am Samstagnachmittag im Gespräch mit der RHEINPFALZ: „Ich wollte, dass wir in Dudenhofen spielen. Es war meine Idee. Aber es war nicht machbar.“ Das habe das Gespräch mit der Polizei und dem Sicherheitsdienst des FCK am Donnerstag ergeben. „Ich bin froh, dass es jetzt in Ludwigshafen ist. Jetzt geben wir eben dort Gas. Wir haben doppelt so viele Zuschauer“, meinte FVD-Chef Klaus. „Die Spieler verstehen es. Die Zuschauer sehen es ein“, berichtete FVD-Chef Klaus. Die Gefahr durch Pyrotechnik in Dudenhofen sei zu groß gewesen. Sie hätte durch oder über den Maschendrahtzaun, der das Gelände umschließt, gereicht werden können. Das sei vorgekommen. Bäume, Holzbänke- und -hütte, all das befindet sich auch auf dem Areal inmitten unebenen Untergrunds. Klaus räumte ein, den Spielort Dudenhofen vergangene Woche zu früh veröffentlicht zu haben. Es habe ein Sicherheitskonzept gegeben, auch eine Versicherung. Doch Empfehlungen von Verbandsgemeinde und Polizei haben den FVD schließlich eines Besseren belehrt. Zuvor zog sich die Entscheidungsfindung im Austausch mit der Verbandsgemeinde über mehrere Monate hin. Immer wieder schoben die Verantwortlichen die Bekanntgabe des Spielorts auf (wir berichteten mehrfach). Mit dem Termin in Ludwigshafen ist laut Klaus alles klar: „Der ist geblockt.“ Für den Verein ging derweil viel drauf: „Zwei Stunden in jeder wöchentlichen Vorstandssitzung“, sagte Klaus. Und: „Drei-, viertausend Euro haben wir in den Sand gesetzt“ – fürs Sicherheitskonzept. In Ludwigshafen kommt Dudenhofen laut dem Vorsitzenden nun für Miete und Reinigung auf. Ordner von Vereinsseite würden weniger als im Spargeldorf, unter 50, benötigt. Auch der FCK stelle welche ab. In den kommenden Tagen gebe es eine Ortsbegehung. Bei den Eintrittskarten würden zunächst die eigenen Reihen bedient, informierte Klaus. Der Rest gehe an den 1. FCK. 2000 Reservierungen seien eingegangen, die nach wie vor gelten. Ob das Hickhack der vergangenen Monate dem Ansehen des FVD schade? Der Vorsitzende: „Ich hoffe nicht.“ Er habe von Jürgen Veth, Vizepräsident des Südwestdeutschen Fußballverbands, wohlwollende Worte erfahren: „Tritt bloß nicht zurück. Ihr macht gute Arbeit.“ Klaus: „Das hat gutgetan.“

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