Lingenfeld
Dirtbikepark eröffnet: Ein Startturm, drei Lines und viel Herzblut
Auf dem Gelände der alten Kläranlage „Am Erlenbuckel“ ist in den vergangenen Jahren auf rund 1000 Quadratmetern ein Freizeit-Areal samt Dirtbikepark entstanden. „Mit der neuen Anlage schaffen wir ein modernes Angebot, das vor allem junge Menschen anspricht und diesen hoffentlich den Radfahrer Verein Viktoria 05 näherbringt“, sagte die Vereinsvorsitzende Heidi Oswald.
Was vor vier Jahren als vergleichsweise kleine Initiative einiger junger Mountainbiker – allen voran des Hauptinitiators Simon Bachmann, der damals erst 17 Jahre alt war – begann, ist mittlerweile ein echtes Herzensprojekt für die ganze Region geworden, in das sich viele Helfer eingebracht haben.
Es gab zahlreiche Unterstützer
Aus „einfachen“ Erdhügeln, sogenannte „Trades“ entstand unter dem Dach des Radsportvereins Lingenfeld eine moderne und sichere Trainingsanlage für alle Altersklassen mit dem Ziel, „einen Ort zu schaffen, an dem Kids ihre ersten Sprünge wagen und erfahrene Rider an ihren Tricks feilen können – offen, fair und gemeinschaftlich“, so der Verein.
Die Dirtbike-Anlage verfügt über drei Fahrspuren, darunter eine große und eine kleine Line, die von einem 4,5 Meter hohen Startturm aus je nach Trainingsniveau befahren werden können. „Es war durchaus eine Herausforderung, die wir aber dank zahlreicher Unterstützer – darunter regionale Firmen wie B9 Baumaschinen, Roth Baggerbetrieb oder GSK Baumaschinen – sehr gut meistern konnten“, erklärte Simon Bachmann.
Der Verein hofft auf reges Interesse
Simon Bachmann sei von Anfang an voll engagiert gewesen und habe den Park fast in Eigenleistung gewuppt, meinte Heidi Oswald. Auch vom Lingenfelder Bürgermeister Markus Kropfreiter (SPD) wurde der Mitinitiator als „der wichtigste Mann“ betitelt. „Ohne ihn hätten wir keine Dirtbikebahn“, sagte er. „Simon Bachmann hat mit einer Professionalität gearbeitet, die einfach nur beeindruckend ist.“ Rund 850 Arbeitsstunden habe der leidenschaftliche Biker auf dem Gelände verbracht.
Seitens aller Beteiligten besteht die Hoffnung, dass der Park stark in Anspruch genommen wird und dass dadurch auch neue Mitglieder für den engagierten Lingenfelder Radsportverein gewonnen werden können, der mit aktuell rund 70 Mitgliedern und einem Durchschnittsalter von circa 61 Jahren auf die Attraktion für junge Menschen baut.
Herausforderungen für Groß und Klein
Da so eine Anlage auch stetiger Pflege Bedarf und immer wieder mit angepackt werden muss, wurde vom Radsportverein ein Spendenkonto eingerichtet, welches unter betterplace.org über den gemeinnützigen Zweck informiert. „Wir sind für jede Spende dankbar, denn das Geld hilft uns, die Anlage in Schuss zu halten und weitere Verbesserungen für die Biker durchzuführen“, sagte die Vereinsvorsitzende.
Dazu lasse sich im Grunde nur eins sagen, meinte Simon Bachmann: „Helm auf und los geht’s!“ Die Anlage kann von jedermann genutzt werden, also auch von Bikern, die nicht im Verein sind. Sie bietet Herausforderungen für Groß und Klein. Ein Mindestalter gibt es nicht. Lediglich an die allgemein üblichen Öffnungszeiten von 8 bis 20 Uhr sollen sich die Radsportbegeisterten halten.