Speyer Dienstagsfrage: Wie finanziert sich das Hospiz?

In dem vor drei Jahren errichteten Neubau des Kinderhospizes an der Neumühle in Dudenhofen werden derzeit zwischen sechs und sieben sterbenskranken Kinder versorgt. Dafür bekommt die Einrichtung laut Sprecher Linnford Nnoli seit diesem Jahr statt den bisherigen 237,50 Euro pro Kind pro Tag nun 589 Euro von den Krankenkassen. Nnoli nennt das „einen großen Schritt“. Allerdings sei noch mehr Geld notwendig, um den Hospizaufenthalt zu decken. Laut Berechnungen sind 800 Euro pro Tag nötig. Gebäudekosten wie die Instandhaltung und Einrichtung, Aktivitäten, pädagogische Programme sowie die Unterkunft und Verpflegung für Geschwisterkinder und Eltern werden laut Nnoli nach wie vor von den Krankenkassen nicht bezuschusst. Die Kosten werden durch Spenden von Privatleuten, Unternehmen und Vereinen finanziert. Laut dem Hospiz-Sprecher sei das größte Projekt der Neubau, der immer noch nicht abbezahlt sei. Rund drei Millionen Euro hat das Gebäude gekostet. Es brauche noch immer rund zwei Millionen Euro, bis der Bau nicht mehr finanziell belastet sei, sagt Nnoli. „Das wird noch einiges an Zeit und Aktionen in Anspruch nehmen“, betont er. Die Rubrik Unter dem Titel „Dienstagsfrage“ beantworten wir Fragen, die im Alltag im Speyerer Umland auftauchen.
