Speyer Die Spenden helfen vor allem Kindern

Vergangenen Sonntag wurde in Berlin die Misereor-Fastenaktion 2014 eröffnet. Gestern hat dazu der Speyerer Weihbischof Otto Georgens zusammen mit Joseph Lomoe und Pater Franklin Rodrigues Hilfsprojekte in Uganda und Indien vorgestellt.

Schwerpunkt der Fastenaktion ist Uganda. Dort unterstützt Misereor das Bildungsprojekt FAL (Funktionale Erwachsenenbildung), von dem Josef Lomoe, landwirtschaftlicher Berater in diesem Projekt, erzählte. Der ausgedehnte Nordosten, in dem seine Diözese Kotido liegt, ist der ärmlichste und rückständigste Teil des Landes. Es gibt eine Regenzeit von fünf Monaten, sieben Monate im Jahr ist das afrikanische Land völlig ausgetrocknet. Die Menschen leben halbnomadisch als Viehhirten, mit wenig Landwirtschaft für den Eigenbedarf. 87 Prozent der Bevölkerung sind Analphabeten.

Lomoe zeigte Bilder vom traditionellen Leben: In den kleinen Siedlungen scharen sich die runden Hütten der Familien um den Viehpferch, den Kral, als Dorfmittelpunkt, hinter den Hütten liegen kleine landwirtschaftlich genutzte Flächen, das Dorf ist von einem Zaun gegen Räuber und Krieger anderer Stämme umgeben. In dem Dorf leben die meiste Zeit jedoch nur die Frauen mit den Kindern und Alten. Die jüngeren Männer und Knaben ziehen als Viehhirten riesige Strecken auf der Suche nach Wasser und Weiden übers Land und ernähren sich dabei von der Milch und dem Blut der Kühe. Das FAL-Bildungsprojekt, das es seit 2003 von Misereor unterstützt gibt, funktioniert mit einem psychosozialen Ansatz: Die Leute selbst sollen, von Beratern unterstützt, die Probleme erkennen, nach ihren Ursachen suchen, gemeinsam Lösungen finden und in einem

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