Judo Bundesliga: JSV Speyer startet mit Siegen gegen JC Bottrop und JC Leipzig

Tolles Heimdebüt: Mireia Lepuerta Comas (blau) vom JSV Speyer besiegt Sarah Hecht vom JC Bottrop.
Tolles Heimdebüt: Mireia Lepuerta Comas (blau) vom JSV Speyer besiegt Sarah Hecht vom JC Bottrop.

Der JSV Speyer startet optimal in die neue Saison. Er besetzt fremde Kategorien, debütiert stark und feiert ein Comeback. Der neue, ausdauernde Super-Georgier.

Die Bundesligisten des JSV Speyer sind mit Heimsiegen in die Saison gestartet. Die Frauen legten ein 9:5 gegen JC Bottrop vor, dem die Männer ein 8:6 gegen JC Leipzig folgen ließen (wir berichteten im E-Paper von RHEINPFALZ am Sonntag). Die Gastgeberinnen improvisierten mal wieder ohne eingewogene Kämpferinnen in den zwei höchsten Gewichtsklassen.

Drei von vier Punkten holten sie hier dennoch, dank Emma Listl mit einer erfolgreichen Revanche für ihre Niederlage im ersten Durchgang und Saraphina Suborne, die sonst in der Kategorie bis 63 Kilo startet. Sie bestritt zwei Schlüsselkämpfe, besiegelte die 4:3-Halbzeitführung, und nachdem drei Siege in Folge zum Start in Durchgang die Vorentscheidung brachten, den Endstand.

Lapuerta Comas souverän

Gewohnt zuverlässig trat das Niederlande-Duo Geke van den Berg/Amber Gersjes auf, die mitten in einer Reihe internationaler Einsätze auflief. Das gleiche gilt für Mascha Ballhaus und Jolina Reinhold, auch wenn sie nicht punkteten. Die Spanierin Mireia Lapuerta Comas überzeugte bei ihrem ersten Auftritt in Speyer mit zwei souveränen Siegen.

Ein erfolgreiches Comeback nach langer Verletzungspause feierte Jana Ziegler. „Ich bin sehr stolz auf jede einzelne im Team. Ich schätze es sehr, wie die Mannschaft in schwierigen Situationen zusammenhält, das Herz in die Hand nimmt und kämpft, mit einer guten Körpersprache und einem guten Spirit auf und neben der Matte. Trotz der schlechten Vorzeichen sind wir super gut in die Saison gestartet. Das macht Lust auf mehr“, so Teamchefin Nadine Lautenschläger.

Bächle eröffnet

Die Auslosung spielte den Männern in die Karten, begannen sie doch bis 66 und bis 73 Kilo in Kategorien mit Vorteilen. Felix Bächle sowie Tengo Zirakashvilli sorgten für das 2:0. Pascal Bruckmann unterlag trotz eines sehr starken Auftritts Emil Hennebach – wie im zweiten Durchgang. „Pascal musste zweimal ran, weil Yves Touna verletzt ausfiel, und hat zwei Wahnsinnskämpfe gemacht. Er hätte es verdient, wenigstens einen zu gewinnen“, so Teamchef Michael Görgen-Sprau.

Bis 60 und 100 kg nutzte Leipzig seine Vorteile. Umso wichtiger war es, dass Marius Kölblinger im fünften Versuch seinen ersten Sieg holte: „Noah Zabel kannte ich bereits. Ich wusste, wie ich meine Griffe und Würfe anbringen muss, und es ist mir gelungen, dies genau so umzusetzen. Ich freue mich, dass ich meinen persönlichen Erstliga-Fluch endlich überwunden habe.“

Gureshidze liefert

Damit oblag es dem neuen Schwergewichtler Shalva Gureshidze, die Halbzeitführung klarzumachen, was ihm nach über zwei Minuten Verlängerung glückte. Danach stellte der JC den erfolgreichen Kämpfer bis 60 Kilo hoch, und der besiegte Bächle. Fabian Häßner glich trotz Knieverletzung aus, spielte seine ganze Erfahrung in der Verlängerung aus: „Ich kenne den Gegner sehr gut seit über zehn Jahren. Wir haben bei allen möglichen Turnieren gegeneinander gekämpft. Ich wusste, dass ich vorsichtig und geduldig sein muss, kein Risiko eingehen und dann darauf vertrauen, dass hintenraus meine Chancen kommen werden. So kam es auch.“

Zirakashvilli punktete erneut nach fünfeinhalb Minuten. Finn Seeger feierte seinen Premieren-Sieg. Nachdem Franz Haettich seinen Kampf abgab, lag alle Last auf Gureshidze. Kurz nach Beginn der Verlängerung krönte er den perfekten Start. „Es war das erwartet spannende Duell, bis zum Schluss, ein genialer Auftakt vor großartiger Kulisse“, resümierte Görgen-Sprau.

Der entscheidende Wurf: Felix Bächle vom JSV Speyer gewinnt gegen Tristan Kuhlmann (JC Leipzig).
Der entscheidende Wurf: Felix Bächle vom JSV Speyer gewinnt gegen Tristan Kuhlmann (JC Leipzig).
Beeindruckender Einmarsch: Die Bundesligakämpfer des JSV Speyer im Judomaxx in der Butenschönstraße.
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Der Support am Mattenrand stimmt: Die Frauen des deutschen Vizemeisters JSV Speyer am Samstag.
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