Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Bezirksliga: TSV Speyer meldet für neue Saison Damen mit Trainerin Ulrike Pirwitz

Trainieren schon eifrig: die neuen Damen des TSV Speyer.
Trainieren schon eifrig: die neuen Damen des TSV Speyer.

Stück für Stück knüpft der TSV Speyer an seine glorreiche Vergangenheit an. Diese Lücke füllt er nun wieder aus. Das Ziel ist ehrgeizig, die Unterstützung groß.

„Ich finde das ganz toll“, sagt Ulrike Pirwitz, Trainerin der für die neue Saison wiederbelebten Damenmannschaft des TSV Speyer, im Gespräch mit unserer Zeitung. Die komplette Abteilungsleitung habe das Projekt unterstützt, sie gar ermuntert, auch wenn das weitere Team die prekäre Hallensituation zusätzlich verschärfe.

„Seit drei bis fünf Jahren hat sich hier wahnsinnig viel getan“, so Pirwitz. Sie spielte damit auf eine zweite Herrenauswahl und viele Jugendteams an: „Wir haben jetzt im dritten Jahr in Folge vier Mädchenmannschaften.“ Die Frauen seien daher logischerweise der nächste Schritt: „Schon letztes Jahr haben wir die Ersten aus der A-Jugend entlassen.“ Auch wenn keine den Verein wechselte, seien sie dem Handball verloren gegangen: „Schulende bedeutet oft Handballende.“ Die Sportlerinnen gingen studieren und stellten fest, dass es auch ohne jedes Wochenende geht.

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A-Jugend in Oberliga

Der 2007-er-Jahrgang sei aber stärker, meinte der Coach: „Ein besserer Zeitpunkt kommt nicht mehr. Wenn nicht jetzt wann dann, wir wollen unseren Stamm halten.“ Denn eine B-Jugend fehle zurzeit. Damit wirke der Verein auch dem Trend von immer weniger Damenmannschaften entgegen. Sie berichtete von Begeisterung bei den A-Juniorinnen, die ab 16 Jahren in der Aktivität auflaufen dürfen: „Sie sind körperlich einfach weiter als die Jungs.“

Die Mädchen wollten dann unbedingt neben ihrer Oberliga auch in der untersten Frauenklasse, der Bezirksliga, antreten: „Sie sehen es als weitere Herausforderung.“ Vier A-Jugendliche zählen zum Kader: „Wir brauchen aber noch Spielerinnen von außen.“ Flyer, Social Media und Aushänge sollen helfen. Sie setzt auch auf die Attraktivität des Standorts Speyer mit seinen Möglichkeiten im geselligen Bereich.

Pirwitz macht’s Spaß

Drei der Jugend Entwachsene, Rückkehrerinnen um Tanja Markert, Frau des Herrentrainers Dennis, und Ehemalige, mittlerweile Mütter von Jugendspielern, lassen Pirwitz über zwölf, 13 Zusagen informieren: „Sie haben nicht die Kondition und Schnelligkeit wie unsere jungen Wilden, aber die Erfahrung. Wir möchten von unten aufbauen und das Gros auf die Jugend legen.“

Pirwitz: „Wir werden auf Gegner treffen, die körperlich deutlich stärker sind. Unser Vorteil ist Tempo und Geschwindigkeit.“ In Zusammenarbeit mit Stefan Jann moderiert sie nun einen zweijährigen Übergang: „Da ist aber das letzte Wort noch nicht gesprochen. Es macht ja auch Spaß.“

Keine Regionalliga

Gemeinsam betreut das Duo zudem die A-Juniorinnen, bei denen der Kompagnon die Hauptverantwortung trägt. In der abgelaufenen Runde belegte die Auswahl Platz drei. Doch der Jahrgang feierte auch schon den Titel. Der Versuch, 2026/27 in der Regionalliga anzutreten, komme aber nicht in Frage. Mit bis zu dreimal Training die Woche bereitet sich die Gruppe ab sofort vor.

Die Haupteinheit steigt mittwochs. Dann üben A-Jugend und Frauen gemeinsam, lernen sich besser kennen. Zur Verfügung steht auch die Kaserne. Wenn in wenigen Wochen die Osthalle wegen der Sanierung schließt, geht’s zum Konditionbolzen auf den Sportplatz. Zum Staff bei einigen TSV-Teams zählt zudem Athletiktrainer Ralf Wagner: „Ein Spitzenmann“, so die Initiatorin. Julia Bognar nimmt sich der Keeperinnen an. Weitere Helfer übernehmen bei Heimspielen den Thekendienst, sitzen am Zeitnehmertisch.

Für die Partien vor eigenem Publikum schweben der Übungsleiterin noch zwei Modelle vor: die klassische Variante mit dem Damen- vorm Herrenmatch um 16 beziehungsweise 18 Uhr oder die Trennung in Verbindung mit weiteren Auftritten des Nachwuchses. Denn aufgrund der Vielzahl der Meldungen seien alle Duelle an einem Tag gar nicht möglich. „Ich vermag es noch nicht einzuschätzen“, äußerte sich Pirwitz zu den Zielen: „In der Bezirksliga sind zweite und dritte Mannschaften. Die können von oben was herunterholen. Wir wollen oben mitspielen, im ersten Drittel. Ein Aufstieg wäre zu vermessen.“ Dafür gebe es ja noch das zweite Jahr.

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