Speyer RHEINPFALZ Plus Artikel Betrieb wird beendet: Kein Investor für Speyerer Sanitätshaus

Provie: bisheriger Standort in der Nachtweide.
Provie: bisheriger Standort in der Nachtweide.

Am Ende ging es doch schnell: Obwohl der Insolvenzverwalter zunächst optimistisch war, konnte das in Schieflage geratene Speyerer Sanitätshaus Provie nicht gerettet werden.

Inzwischen laufe das Insolvenzverfahren. Es gehe nur noch um die Liquidation des Betriebs, so der beauftragte Rechtsanwalt Olaf Spiekermann (Mannheim). Als im Februar die Eröffnung des Verfahrens beantragt worden war, hatte er noch von guten Aussichten für den dauerhaften Erhalt und die Sanierung des Unternehmens mit Zentrale in der Nachtweide in Speyer und Filiale in Germersheim gesprochen. Es sei darum gegangen, einen Investor zu finden, der eigene Mittel mitgebracht hätte: „Der Geschäftsbetrieb war defizitär.“

Spiekermann berichtet von Gesprächen mit mehreren regionalen und überregionalen Sanitätshäusern, die daran interessiert seien, sich zu erweitern. Letztlich habe jedoch keiner in den Speyerer Betrieb einsteigen wollen. Dies habe ihn einerseits erstaunt, weil es sich um eine angesichts der demografischen Entwicklung aufstrebende Branche und eine schöne Immobilie am Firmensitz handele. Andererseits habe es in den vergangenen zwei Jahren „Geschehnisse“ und mehrere Personalwechsel gegeben, die für Unruhe gesorgt und dem Betrieb offenbar zugesetzt hätten.

Das bis 2024 unter Reha Team Vorderpfalz firmierende Unternehmen hatte laut Spiekermann im Februar 17 und zuletzt noch sieben Mitarbeiter. Schwerpunkte: Sanitätsfachhandel, Orthopädietechnik und die Vermittlung von Rehatechnik wie Rollatoren, Rollstühle oder Pflegebetten. Die Immobilie in Speyers jüngstem Gewerbegebiet gehöre dem geschäftsführenden Gesellschafter.

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