Handball
Bei der TG Waldsee läuft das große Feriencamp
Philipp ist 13 und spielt Handball seit seinem vierten Lebensjahr. Weshalb es ihm Spaß macht, der entscheidende Punkt zu sein, hat er der RHEINPFALZ beim Feriencamp der TG Waldsee erzählt. Es herrscht Trubel in der Rheinauenhalle. Der hat jedoch Struktur. 60 Kinder der Jahrgänge 2017 bis 2012 sind nach Alter aufgeteilt und im Raum verteilt.
Verschiedene Stationen gilt es zu durchlaufen. Die baute ein Trainerteam, bestehend aus Helfern der ersten Herrenmannschaft, der Jugend und Gästen der Eulen Ludwigshafen sowie Löwen aus Mannheim, auf. „Es geht um die Steigerung des Körpergefühls und um die Förderung von Teamgeist“, sagt Sabine Lukaschewski.
Lukaschewski lobt
Die Jugendleiterin behält die Rasselbande im Blick und lobt deren Motivation. Vier Trainingseinheiten pro Tag gibt es bis Freitag. Dazu gehört auch eine Art Biathlon. Während Jungs und Mädels gleichermaßen gerade versuchen, die Balance auf einer schräg gestellten Bank zu halten sowie zum Abschuss zu kommen, lehnt sich Philipp kurz an die Wand.
Er ist durch mit den Übungen und wartet aufs Mittagessen. Der Junge aus Waldsee suchte sich die Torwart-Position bewusst aus. Die Verantwortung, die er dabei trägt, ist für ihn kein Problem, auch wenn der Druck manchmal durchaus hoch ist. Philipps einfaches Rezept: „Wenn wir hinten liegen, konzentriere ich mich. Nach ein, zwei Paraden bin ich dann so im Rausch, dass alles wieder gut klappt.“
Philipp begeistert
Gut findet Philipp das Camp-Angebot: zum einen das viele Training am Stück, zum anderen das Treffen mit allen Freunden. Die Kontinuität des Übens gefällt auch Basti (12). „Normalerweise üben wir was und können erst beim nächsten Mal weitermachen. Hier geht das direkt“, sagt er. Die Handballbegeisterung entstand bei Feldspieler Basti schon im Kleinkindalter.
Vor vier Jahren stieg er aktiv bei der TG ein. Ehrgeiz legt der Junge beim Feriencamp an den Tag. Nur über eines macht er sich keine Gedanken: den angekündigten Besuch der Handballprofis David Späth und Lion Zacharias. „Ich hab keine Fragen“, meint Basti, dafür umso mehr Spaß beim Trainieren. Zu dem gehören laut Lukaschewski nicht nur handballerische Fertigkeiten, sondern auch Leichtathletik oder Basketball.
Schon bei der Ballgewöhnung der Ab-Vierjährigen setzt der Verein auf verschiedene Sportarten, um das Körpergefühl zu sensibilisieren. Das Interesse am Handballsport als solchem wächst, merkt Lukaschewski an. Die TG betreibe dahingehend auch viel Jugendarbeit. Zum Weitermachen will sie den Nachwuchs antreiben. Deshalb gibt’s zum Abschluss am Freitag auch ein Turnier, um das bis dahin Gelernte anzuwenden.