Speyer RHEINPFALZ Plus Artikel Barrierefreie Bushaltestellen: So ist der Stand

Kürzlich ausgebaut: Haltestelle am St. Vincentius-Krankenhaus.
Kürzlich ausgebaut: Haltestelle am St. Vincentius-Krankenhaus.

29 der 112 Bushaltestellen in der Stadt sind bislang barrierefrei ausgebaut. Weitere sollen folgen – unter anderem der Zentrale Omnibusbahnhof (ZOB).

Dass der ZOB barrierefrei ausgebaut werden soll, ist bereits beschlossen. Wie der städtische Mitarbeiter Kai Heger im Bauausschuss erläuterte, wolle die Stadt in diesem Jahr Fördermittel dafür beantragen. „Bei einem positiven Bescheid sollen die Arbeiten im kommenden Jahr beginnen“, so die Verwaltung. Der LBM fördere 85 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten. Beim ZOB war in der Vergangenheit von rund 650.000 Euro Kosten die Rede. Für kleinere Haltestellen, die in der Regel aus je einem Haltepunkt je Fahrtrichtung bestehen, liegen die Ausbaukosten deutlich darunter – laut Stadt zwischen 25.000 und 50.000 Euro.

Zuletzt war beispielsweise die Haltestelle am St. Vincentius-Krankenhaus ausgebaut worden. Noch in diesem Sommer soll die Haltestelle „Feuerwache Nord“ an der Reihe sein. Für den Ausbau der Station am Bademaxx müsse noch geklärt werden, wie der Radverkehr in der Geibstraße zukünftig geführt werden könne, um Konflikte mit Fahrgästen an der Bushaltestelle zu vermeiden. Das entsprechende Konzept soll bald vorgestellt werden und kommendes Jahr greifen. Dann werde auch der Haltepunkt „Technik-Museum“ in der Nähe ausgebaut. Auch am Postgraben seien noch Fragen zum Radverkehr offen. Bei neun weiteren Haltestellen habe die Stadt einen Zuwendungsantrag angestellt.

Eine Haltestelle barrierefrei auszubauen bedeute, den Gehweg im Einstiegsbereich anzuheben. Außerdem werde ein sogenanntes Sonderbord verbaut. Das ermögliche es Bussen, sehr nah an die Bordsteinkante zu fahren, ohne den Reifen zu beschädigen. So entstehe kein großer Spalt beim Einstieg. Außerdem würden Rippen- und Noppenplatten als taktile Leitelemente für seheingeschränkte Menschen eingebaut, die sich auch farblich von der restlichen Haltestelle abheben. In der Nähe der Haltestellen werde meist eine ebenfalls barrierefreie Querungsstelle installiert. Der barrierefreie Ausbau ist seit 2022 gesetzlich vorgeschrieben.

x