Speyer Auwald soll Naturwaldreservat werden

Soll Naturreservat werden: ein Teil des südlichen Auwalds.
Soll Naturreservat werden: ein Teil des südlichen Auwalds.

Ein großer Teil des südlichen Speyerer Auwaldes auf der Halbinsel Horn wird als Naturwaldreservat ausgewiesen. Solche Gebiete ohne forstliche Bewirtschaftung sollen nicht zuletzt dank eines wissenschaftlichen Monitorings zum Erhalt seltener Tier- und Pflanzenarten beitragen. Wann genau die Ausweisung südlich des Flugplatzes erfolgt, ist noch nicht bekannt.

Von Christian Berger

Über den Plan des Forstamts Pfälzer Rheinauen für das Naturwaldreservat im sogenannten Bereich „Rumbum“ hat Helmut Schloß als Moderator des Ausweisungsverfahrens in der jüngsten Umweltausschusssitzung informiert. Der studierte Biologe und frühere Bürgermeister von Jockgrim teilte mit, dass insgesamt 960 Hektar Auwald im Besitz des Landes (Staatswald) auf diese Weise aus der Nutzung genommen werden sollen. Naturwaldreservate sind bereits im Landkreis Germersheim (bei Wörth und Lingenfeld) ausgewiesen worden, ein weiteres folgt alsbald bei Römerberg.

Auf der Insel Horn würden, sobald das Reservat am Berghäuser Altrhein zwischen der Bucht mit der Anlegestelle der Rheinhäuser Fähre im Osten und der Sick“schen Wiese im Westen aufgrund einer Rechtsverordnung amtlich ist, nicht nur die Forstleute keine Arbeit mehr haben – mit Ausnahme der Verkehrssicherung. Auch die Schließung wenig genutzter Wege stehe dann an, sagte Moderator Schloß.

Ausschussmitglied Hannah Heller (Grüne) wollte wissen, ob auch Auwald im Besitz der Stadt zum Naturwaldreservat werden könnte. Der Hintergrund: Der Stadtrat hat den mehr als 100 Hektar großen südlichen Auwald im Besitz der Kommune im Jahr 2015 für zehn Jahre zum Naturwald erklärt. Schloß erklärte Heller, dass dies bei geeigneten, unmittelbar an ein bestehendes Naturwaldreservat angrenzenden Kommunalwäldern denkbar sei.

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