Speyer Aufstieg binnen zwei Jahren
«Dudenhofen.» Mit dem Abstiegskampf hatte die HSG Dudenhofen/Schifferstadt als Neuling nie etwas zu tun. „Für uns muss das Ziel in den nächsten beiden Jahren der Aufstieg in die Pfalzliga sein. Nur so können wir von unserer hervorragenden Jugendarbeit auch im Aktivenbereich profitieren“, sagte HSG-Trainer Siggi Oetzel im Gespräch mit der RHEINPFALZ.
Die benachbarten Pfalzligisten aus Waldsee, Iggelheim, Heiligenstein oder Mutterstadt hätten noch eine Klasse Vorsprung vor der HSG und könnten den aktiv werdenden Spielern eine attraktivere Liga als Ansporn bieten, erklärte Oetzel. Um die bestehende Abwanderungsgefahr zu bannen, müsse die HSG die Pfalzliga erreichen. Ziel ist diesmal zunächst ein vorderer Mittelfeldplatz, „und dann sehen wir, was nach vorne eventuell möglich ist“. Aus der Oberliga-Meistermannschaft stießen die A-Junioren Adrian Stögbauer, Niklas Klein und Marc Dennhardt dazu. Aus dem zweiten Team kommt Simon Blümer. Torwart-Routinier Markus Kiese beendete seine Laufbahn. Max Barlang, Tobias Eßwein und Stefan Kaiser wechselten zur zweiten Mannschaft. Lucca Biallas meldete sich ab. Die Stelle des Co-Trainers, seit dem selbst gewählten Rücktritt von Daniel Rhein vor einem Jahr verwaist, besetzt nun Michael Stauch (zuletzt TSV Speyer). Walter Klein fungiert als Athletiktrainer. Oetzel hat die Bildung der HSG vom ersten Tag an als Herrentrainer begleitet und ist immer noch begeistert, weil ein so reibungsloses Zusammenwachsen zweier gleichberechtigter und gleichstarker Handballabteilungen nur selten zu erleben sei. Auch nach drei Jahren existierten weder Neid noch Missgunst. Sondern beide ziehen am gleichen Strang und bringen den Handball nach vorne: „Was im Jugendbereich vorbildlich gelebt wird, ist auch in den Aktivenmannschaften kaum anders.“ Entsprechend positiv seien Einstellung und Motivation in der Vorbereitung, in der Oetzel seit Anfang Juni dreimal pro Woche zum Üben bittet. Einige längere Urlaube lassen die HSG jedoch dem Zeitplan hinterherhinken. „Ich hoffe, dass wir in den letzten Wochen die Rückstände aufholen können, um beim ersten Spiel bereit für die Runde zu sein“, meinte er, wobei die Phase mit Vorbereitungsspielen erst begonnen hat. Beim Rasenturnier in Ilvesheim belegte Dudenhofen/Schifferstadt Platz zwei. Die Teilnahme am Brezelfestlauf in Speyer sorgte für Abwechslung. Oetzel lässt das Spielsystem unverändert – aufgrund der eigenen körperlichen Nachteile mit offensiver Ausrichtung der Abwehr. Aber es soll weitere Deckungsvarianten geben, um die Variabilität weiter zu steigern. Die vorhandenen Auslösehandlungen im Offensivspiel soll verfeinert werden. Die taktische Integration der Neuen und die Abstimmung der Abläufe im Gefüge klappen noch nicht so, wie es sich der Übungsleiter vorstellt. „Unser großer Vorteil in den vergangenen Runden war die Ausgeglichenheit in unserem Kader. Wir können so gut wie jede Position doppelt gleich stark besetzen, sind somit variabel und nicht so leicht ausrechenbar“, meinte Oetzel. Als Titel-Favoriten nennt er TV Edigheim, TV Hochdorf II und VTV Mundenheim II.