Speyer Anfeuernde Radler treiben Müsel zum Triumph

«München.» Mit vier Siegen hat die RG Speyer die Heimreise von der Euro-Masters-Regatta in München angetreten. Daneben gab es sechs zweite, einen dritten und fünf vierte Plätze über die 1000-Meter-Strecke.
Nach dem zweiten Rang im Auftaktrennen (wir berichteten) gab es für Elke Müsel/Corinna Bachmann auch bei den Masterinnen B (Mindestdurchschnittsalter 36 Jahre) im Doppelzweier um zwei Sekunden geschlagen Silber hinter RC Oberhavel Henningsdorf, eine Länge vor den Polinnen, gefolgt von der Schweiz. Mit Silke Pattloch und Anna Heyl in der Renngemeinschaft Speyer/RG Rheinau/RV am Tegernsee folgte im Doppelvierer B ein weiteres sehr knappes Rennen. Es siegte Dänemark in 3:41,59 Minuten vor dem Quartett um Schlagfrau Elke Müsel in 3:43,00 min. Dahinter kamen die Niederländerinnen in 3:44,59 Minuten ins Ziel. Im Doppelvierer C (Mindestdurchschnittsalter 43 Jahre) landeten die vier Ruderinnen nach einem technischen Fehler auf Rang vier. Extrem spannend machte es Müsel im Masterinnen-Einer C. Vom Start weg entbrannte ein Bord-an-Bord-Kampf mit Rachel Armstrong aus Großbritannien. Diese erwies sich schon bei der World-Masters-Regatta in Bled 2017 als stärkste Widersacherin beim Sieg Müsels. Mit ständigen Anfeuerungsrufen peitschten die neben der Strecke mitradelnden Speyerer Müsel immer wieder nach vorn, und es reichte zum knappen Sieg. Müsel benötigte 4:13,51, die Britin 4:13,74. Die drittplatzierte Kroatin Snjezana Grgic brauchte 4:36,54. Frank Durein startete im Leichtgewichts-Einer E (55 Jahre). Bei starkem Gegenwind setzte er sich prima in Szene und kam mit einer Sekunde Rückstand zum Briten Peter Atkinson auf Position zwei. Im Einer F (60 Jahre) hörte er das Startkommando nicht, spurtete aber bis auf Höhe des Feldes und ließ dieses schließlich hinter sich. Nach 4:04,39 blieb die Uhr stehen, für den Briten Andrew Thompson nach 4:05,76. Im Doppelzweier G (65 Jahre) ruderten Gerhard Kayser und Norbert Herbel beim Sieg des Berliner RC an die vierte Stelle. Bei der Doppelvierer- D-Konkurrenz (50 Jahre) landeten Ralf Burkhardt, Thomas Dresel und Lutz Fiedler mit Jan Weiß (Tegernsee) einen Überraschungscoup. Bei Streckenhälfte lag das Quartett zwei Längen zurück, kämpfte sich aber zum Sieg mit eineinhalb Sekunden Vorsprung. Im Doppelvierer landeten sie in 3:16,04 beim Sieg der Russen auf Platz vier. Der Doppelvierer E (55 Jahre) mit Burkhardt/Dresel/Peter Gärtner/Harald Schwager fightete von Beginn an um jeden Zentimeter. Die ersten Drei kamen innerhalb von zwei Sekunden ins Ziel. Speyer nahm in 3:14,74 die zweite Stelle ein. Gärtner und Schwager saßen auch im Achter F. In 3:10,98 lag die Crew nur hinter Russland, aber vor Österreich sowie Großbritannien. Im Achter E gab es für Schwager Bronze, im Achter D für beide Position vier. Am Schlusstag eröffnete Thomas Dresel mit Jan Weiß, Anna Heyl und Silke Pattloch für die RGS im Doppelvierer C die Mixed-Konkurrenzen mit einem Sieg in 3:27,79. Zum Abschluss folgten zwei vierte Plätze im Doppelvierer D in der Besetzung Müsel, Bachmann, Gärtner und Schwager sowie im Doppelzweier C für das Duo Dresel, Heyl.