Speyer Abstiegsgespenst schaut zu

«LINGENFELD/DUDENHOFEN.» In der Handball-Pfalzliga der Damen stehen sich morgen um 18 im Ausweichquartier Pfalzhalle Haßloch die HSG Lingenfeld/Schwegenheim und die HSG Dudenhofen/Schifferstadt im mit Spannung erwarteten Derby gegenüber. Das Abstiegsgespenst sitzt im Duell Vorletzter gegen Drittletzter auf der Tribüne.
„Ganz klar zwei Punkte. Ein anderes Ziel gibt es nicht“, sagte Akin Calisir, der Trainer von Lingenfeld/Schwegenheim. Denn er wolle nicht von anderen abhängig sein, sondern jetzt und kommende Woche punkten. Unbedingt vermeiden will der Coach, dass die Entscheidung erst am letzten Spieltag fällt. Calisir ist morgen beruflich verhindert. Für ihn coacht Anita Teutsch, die in dieser Woche bereits das Training geleitet hat. Calisir hat die Gäste bei ihrem 28:26-Erfolg gegen Haßloch beobachtet. Dudenhofen/Schifferstadt versuche immer, zuerst in den schnellen Gegenstoß zu kommen. Funktioniere dies nicht, baue das Team seine Angriffe gut auf und warte geduldig auf den richtigen Zeitpunkt zum Torwurf. Für seine Schützlinge heiße das, in der Deckungsarbeit nicht zu früh abzuschalten, sondern bis zuletzt konzentriert zu arbeiten. Wichtig sei auch, die Nervosität schnell abzulegen. Sandra Schall fehlt verletzt. Annika Sauerbrunn ist im Urlaub und Tamara Calisir beruflich verhindert. „Da wir den Klassenverbleib jetzt aus eigener Kraft schaffen können, wollen wir an die tolle Leistung der beiden jüngsten Begegnungen anknüpfen“, hofft Gästetrainer Arnd Bäuerle auf eine Fortsetzung der Serie. Man habe gesehen, was seine ausgeglichen besetzte Mannschaft leisten könne. „Aber ich halte Lingenfeld/Schwegenheim für eine sehr unangenehme Mannschaft, die über eine gute Abwehr verfügt und schnell nach vorne spielt.“ Bäuerle fordert Konzentration von Anfang an. Leichte Ballverluste, die gegnerische Konter verursachen können, sollen vermieden werden. Aufgrund des 24:28 im Hinspiel sieht er die Favoritenrolle bei den Gastgeberinnen. Aber das Selbstvertrauen wächst wieder. „Wir haben gemerkt, dass wir auch mit den führenden Mannschaften mithalten können. Nach dem Spiel morgen haben wir immer noch zwei Möglichkeiten zu punkten“, sieht Bäuerle den Druck noch nicht als allzu großen Hemmschuh an. Sein Team wolle mit hundertprozentiger Einstellung zu Werke gehen und alles versuchen, um den Klassenerhalt noch zu schaffen.