Speyer 14. Orgelspaziergang am 3. Mai
Um 14 Uhr spielt im Dom Markus Eichenlaub, noch bis Ende Mai Domorganist, dann Bezirkskantor in Heidelberg. Auf seinem Programm stehen von Karl Borromäus Waldeck die Orgelfantasie C-Dur über Motive aus Beethovens fünfter Sinfonie („Dem Andenken Anton Bruckners gewidmet“), von Christopher Tambling die Elegy (Markus Eichenlaub gewidmet), von Julien Bret „La valse des anges“ und von Charles-Marie Widor der erste Satz aus der Orgelsinfonie Nr. 6 g-Moll op. 42/2.
Um 15 Uhr geht es in St. Joseph weiter. Dort spielt Bezirkskantor Kirchenmusikdirektor Robert Sattelberger, der quasi von seinem angestammten Arbeitsplatz über die Straße geht. Er spielt von Heinrich Scheidemann die Choralfantasie „Jesus Christus, unser Heiland“, von Johann Sebastian Bach die Fuga alla giga BWV 577 und von Felix Mendelssohn Bartholdy die Sonate VI d-Moll „Vater unser im Himmelreich“ op. 65 Nr. 6.
Improvisation zum Stummfilm
Um 15.45 Uhr geht es dann auch in die Gedächtniskirche der Protestation. Dort spielt diesmal Samuel Sungnam Cho. Er führt in einem speziellen Projekt seine Improvisation zum Stummfilm „The Immigrant“ von Charlie Chaplin auf. Der südkoreanische Musiker studierte Klavier und Kirchenmusik in Daegu, Freiburg und Tübingen. Die künstlerische Bandbreite des mehrfachen internationalen Preisträgers (unter anderem Schubert-Wettbewerb Italien, Concours d’Orgue de Lorraine) reicht von virtuoser Orgel- und Klavierliteratur bis zur feinsinnigen Korrepetition. Nach kirchenmusikalischen Stationen in Freiburg, Stuttgart, Tübingen wirkt er seit 2013 als Kantor der Evangelischen Stadtkirche Hockenheim.
Um 16.45 Uhr ist in der Christuskirche (Am Anger 5, Speyer-Nord) an der Rundorgel das Finale mit allen drei Organisten. Es erklingen von einem Anonymus (Spanien um 1700) eine Batalla Famosa, von Johann Kaspar Kerll das Capriccio Sopra Il Cucu, von Jean-Philippe Rameau die Ouverture des Indes Galantes, vom Johann Sebastian Bach „Wer nur den lieben Gott lässt walten“ BWV 647, von Camille Saint-Saëns „Mon cœur s’ouvre à ta voix“ (aus: „Samson und Delia“ in der Orgelbearbeitung von Samuel Sungnam Cho) und von Enjott Schneider das Concerto „Was Gott tut, das ist wohlgetan“ für frei Spieler an einer Orgel.
Spenden für TelefonSeelsorge
Der Eintritt ist frei. Die Spenden des diesjährigen Speyerer Orgelspaziergangs kommen der TelefonSeelsorge Pfalz zugute. Die TelefonSeelsorge ist oft die erste Anlaufstelle für Menschen in akuten Krisen, bei Einsamkeit oder suizidalen Gedanken. Rund um die Uhr bieten ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein offenes Ohr – anonym, kostenfrei und kompetent. Seit einigen Jahren nutzen viele Menschen auch die kostenlose App „Krisen-Kompass“ in persönlichen Krisensituationen. Hinter der wertvollen Arbeit der TelefonSeelsorge Pfalz stehen das Bistum Speyer und die Evangelische Kirche der Pfalz. Durch diese ökumenische Zusammenarbeit wird sichergestellt, dass Menschen in Not, unabhängig von Konfession oder Weltanschauung, jederzeit Beistand finden.
Info
www.christuskirche-speyer.de
www.dreifaltigkeit-speyer.de
www.dommusik-speyer.de
www.kirchen-in-speyer.de
www.speyerer-kantorei.de
Mehr Orgelmusik
Noch vor dem Orgelspaziergang beginnt der Internationale Orgelzyklus 2026 am Dom zu Speyer. Am Samstag, 18. April, 19.30 Uhr, spielt Marcel Andreas Ober, Berlin. Seit Juli 2020 ist er Domorganist an der Sankt Hedwigs-Kathedrale in Berlin. Einführung zum Orgelkonzert ist um 18.45 Uhr. Der Organisten stellt sich und sein Programm in einer von Klaus Gaßner und Markus Eichenlaub moderierten Gesprächsrunde vor. Treffpunkt im Dom: Chorpodest gegenüber der Chororgel. Karten in der Dom-Info und unter Reservix.
Am Samstag, 23. Mai, 19.30 Uhr, gibt (dazu ist der Eintritt frei) Markus Eichenlaub sein Abschiedskonzert. Im Verlauf des Jahres kommen dann Bernadetta Sunavska, München, Hanne Kuhlmann, Kopenhagen, Stéphane Mottoul, Luzern, Kensuke Ohira & Mami Nagata, Tokio, Gregor Früh, Lübeck, und Marcel Eliasch, Trier, zu Orgelkonzerten in den Dom.