Speyer „Ü-65-Nachmittag“ statt Seniorentag

Zu einem „Ü-65-Nachmittag“ hat die Ortsgemeinde Hanhofen erstmals am Freitag im Haus Marientraut eingeladen. Die Namensänderung begründete Ortsbürgermeisterin Friederike Ebli (SPD) mit Volkes Stimme: „Im letzten Jahr wurde angeregt, doch nicht am Wort Seniorennachmittag festzuhalten, weil ja niemand so richtig Seniorin oder Senior ist.“
Ortsbürgermeisterin Ebli hatte zur Begrüßung eine Anekdote mitgebracht: „Am Donnerstag traf ich jemanden, 73 Jahre, bei Aldi und fragte die Frau, ob wir uns Freitag im Haus Marientraut sehen. Was glauben Sie bekam ich zur Antwort? ,Um Gottes Willen, da gehe ich nicht hin. Ich bin doch nicht alt!’“ Eblis Anmerkung: „Aber sie ist alleine.“ Die Einladung der Gemeinde sah Ebli als Beitrag zur Begegnung mit länger nicht gesehenen Bekannten, Freunden und zur Festigung der Dorfgemeinschaft. Und „dass explizit für Ältere in Hanhofen wieder mal etwas los ist“. Von den Älteren besonders geehrt wurden Johannes Kühn – 92 Jahre alt, er feierte am Freitag auch seinen 56. Hochzeitstag, Elisabeth Möhler (90), Paula Klein, Elfriede Kunz (beide 88), Franz Flörchinger (86), Edgar König (85). Erinnert hat Ebli an Maria Hofmeister, in vielen Vereinen aktiv, kürzlich mit 103 Jahren verstorben und Horst Unkrich, Chronist des Dorfgeschehens. Die von Ebli erwähnten aktuellen Vorhaben: Sanierung des Friedhofkreuzes, behindertengerechter Umbau der Friedhofstoilette, Belebung der Kulturscheune, zum Beispiel mit einer vom gerade gegründeten Heimat- und Kulturverein veranstalteten Lesung im Dezember. Einige Zahlen aus der Ortsstatistik berichtete die Bürgermeisterin den älteren Bürgern. Hanhofen habe 2711 Einwohner, davon 232 ausländischer Herkunft, unter ihnen 60 Flüchtlinge. 140 Kinder besuchten die Kindertagesstätte, 90 Schüler die Grundschule. Im Alter bis neun Jahre seien 269 Namen registriert, 323 seien bis 19 Jahre alt, 84 Menschen zwischen 80 und 89 Jahren lebten in Hanhofen. In einem Grußwort schilderte der katholische Pfarrer Gerhard Kolb das Leben der „Elisabeth von Thüringen“. Die Mädchen und Jungen der Kita Villa Sonnenburg unterhielten die Gäste mit Spiel und Musik im „Jahreszeitenhaus“; Klaus Bohn sang Lieder zur Gitarre. Und auch wenn der Seniorennachmittag jetzt anders heißt, der Rahmen blieb gleich: Kaffee und Kuchen, von Ratsmitgliedern gebacken und serviert, Unterhaltungsprogramm, Abendessen. |län