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Freitag, 18. Januar 2019 Drucken

Speyer: Kultur Regional

Zwischen Mittelalter und Marilyn

2018 besuchten rund 200 000 Besucher das Historische Museum der Pfalz in Speyer

Suzie Kennedy als Marilyn Monroe studiert die Rezepte der Lieblingsgerichte ihres großen Idols, die Teil der Ausstellung im Speyerer Historischen Museum sind.

Suzie Kennedy als Marilyn Monroe studiert die Rezepte der Lieblingsgerichte ihres großen Idols, die Teil der Ausstellung im Speyerer Historischen Museum sind. ( Foto: Historisches Museum der Pfalz/Carolin Breckle)

Das Historische Museum der Pfalz in Speyer kann für das vergangene Jahr wieder eine erfolgreiche Bilanz vorweisen. Knapp 200.000 Besucher kamen zu Sonder- und Sammlungsausstellungen sowie den weiteren Veranstaltungen des Museums. So buchten 1182 Gruppen Führungen und Workshops oder feierten Kindergeburtstage im Museum.

Die Landesausstellung Rheinland-Pfalz zu „Richard Löwenherz. König – Ritter – Gefangener“, die bis zum 15. April für rund sieben Monate gezeigt wurde, zog insgesamt rund 100.000 Besuchern an. Die thematisch eng damit verbundene und ebenfalls auf ein mittelalterliches Sujet ausgerichtete Familien-Ausstellung „Robin Hood“, die im November 2017 startete, fand rund 60.000 Besucher.

Nach „Robin Hood“ hielten ab 1. Juni in der nächsten großen Familien-Ausstellung das „Sams und die Helden der Kinderbücher“ Einzug ins Museum. 2018 kamen in diese Schau fast 60.000 große und kleine Gäste. Deshalb gingen das Sams und Herr Taschenbier, Pippi Langstrumpf, Grüffelo, Jim Knopf und Lukas, Tintenherz und die vielen anderen Kinderbuchhelden nicht schon am 6. Januar wieder. Die Ausstellung wurde verlängert und ist bis 5. Mai zu sehen.

Noch länger läuft die regionalgeschichtliche Ausstellung „Valentinian I. und die Pfalz in der Spätantike“, nämlich bis 11. August. Sie ist dem römischen Kaiser Flavius Valentinianus gewidmet. Unter seiner Herrschaft erlebte die Region an Rhein und Mosel eine Zeit des Wohlstands und der Stabilität, bevor im 5. Jahrhundert diese Blütezeit zu Ende ging.

Mitte Dezember startete dann die viel beachtete große Ausstellung „Marilyn Monroe. Die Unbekannte“. Schon jetzt zeigt sich bei der Redaktion auf diese Schau, dass die Faszination an dem Hollywood-Idol Marilyn Monroe ungebrochen und das Interesse an den 400 hochwertigen Exponaten, darunter vielen Originale aus dem Nachlass der Monroe, groß ist.

Direktor Alexander Schubert ist mit dem Jahresergebnis zufrieden: „Auch im Jahr 2018 ist es uns gelungen, den Besucherzuspruch auf einem konstant hohen Niveau zu halten. Durch das vielseitige Angebot von kulturgeschichtlichen Ausstellungen und Familien- und Mitmachausstellungen konnten wir sogar einen Zuwachs verzeichnen und annähernd die 200.000-Marke erreichen.“ Vor dem Hintergrund der anstehenden Sanierung des Museumserweiterungsbaus und der damit verbundenen Schließung verschiedener Räume sei es eine kaum zu überschätzende Leistung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Attraktivität und Strahlkraft des Museums aufrecht zu erhalten, so Schubert weiter. Trotz eingeschränkter Möglichkeiten spiele Speyer mit seinem breiten Ausstellungsangebot nach wie vor in der Bundesliga der deutschen Museumslandschaft.

Die Vorbereitungen für das nächste Großprojekt 2019 laufen auf Hochtouren: Ab dem 8. Dezember zeigt das Historische Museum der Pfalz die medizinhistorische Sonderausstellung „Medicus. Die Macht des Wissens“. Die Sonderausstellung zur Geschichte der Medizin nutzt den literarischen Zugang des Erfolgsromans „Der Medicus“, um die komplexe Entwicklung des medizinischen Fortschritts zu vermitteln. Die Besucher werden das medizinische Wissen der antiken Welten kennenlernen und erhalten einen Ausblick auf die wissenschaftliche Forschung der Zukunft. Kultur

Öffnungszeiten

Das Museum hat dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Weitere Informationen unter www.museum.speyer.de.

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