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Mittwoch, 17. April 2019 Drucken

Speyer Land

Zur Sache: Kernkraftwerk Philippsburg

Ab dem Jahr 1970 begannen die Arbeiten für die beiden Kraftwerks-Blöcke des Kernkraftwerks Philippsburg. Der Block 1 (Kürzel: KKP 1), ein Siedewasser-Reaktor, ging im Mai 1979 in Betrieb. Bis zu seiner Abschaltung war er 32 Jahre in Betrieb. Die elektrische Netto-Leistung des Blocks lag bei 890 Megawatt. Der Block 1 ist nahezu baugleich mit den Reaktoren Krümmel bei Hamburg, und Brunsbüttel an der Elbmündung, sowie Isar 1 bei Landshut in Niederbayern. Die EnBW rechnet für KKP 1 mit einer Rückbauzeit von 10 bis 15 Jahren.

Der Block 2 in Philippsburg (Kürzel: KKP 2) ist ein Druckwasser-Reaktor, der Ende 1984 mit einer Nettoleistung von rund 1400 MW ans Netz ging. Dieser ist bauartgleich mit Isar 2/Landshut. Beide Blöcke stehen auf der Rheinschanzinsel, gelegen am Stadtrand von Philippsburg. Block 1 war 2011 vom Netz gegangen, Block 2 wird – laut Atomgesetz – Ende des Jahres abgeschaltet.

Ab dem Jahr 2014 begannen die Anhörungen und die Verfahren für die Genehmigung des Rückbaus. Seit 2016 laufen Bauarbeiten auf dem Areal (wir berichteten mehrfach). Vor der Fertigstellung steht unter anderem das Reststoff-Bearbeitungszentrum (dort sollen alle Abbruchteile gereinigt und von Strahlung befreit werden), das 2019 in Betrieb gehen soll. Seit 2015/16 laufen auch Planungen zur Errichtung eines Umspann-Verteil-Werks der Gesellschaft TransnetBW. |stj

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