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Mittwoch, 31. Oktober 2018 Drucken

Speyer

„Wenn es um Speyer geht, bin ich da“

Persönlich: Fritz Hochreither für 50 Jahre Einsatz in der Kommunalpolitik geehrt – Malermeister mit Herz für seine Stadt

Von Ellen Korelus-Bruder

Zeit seines Lebens engagiert sich Fritz Hochreither für seine Heimatstadt. Verkehrsverein und Speyerer Wählergruppe hat der Speyerer Malermeister mitgeprägt. Er setzt sich in zahlreichen Vereinen ehrenamtlich ein, hat beispielsweise die historische Decke des Stadtratssitzungssaals renoviert und war Obermeister der Speyerer Malerinnung. „Politisch denken muss man lernen“, sagt der 79-Jährige, der in diesem Jahr ein halbes Jahrhundert Mitgliedschaft in der SWG feiert.

Nicht einmal 30 Jahre alt sei er gewesen, als er in einem Nebenzimmer der Stadthalle der Wählergruppe beigetreten sei, erinnert sich Hochreither an viel Idealismus und Motivation. „Genau wie heute war die SWG mit sechs Sitzen im Stadtrat vertreten“, berichtet er. Für ihn habe es nie zum Einzug in den Rat gereicht, berichtet er von seinem ersten Listenplatz sieben im Jahr 1969. Seinem Einsatz für die Stadt und die SWG habe es nicht geschadet. „Mein Herz schlägt für Speyer, egal wo oder was ich bin“, betont der leidenschaftliche Wanderer, Radfahrer und Fernreisen-Fan.

Hochreither weist im RHEINPFALZ-Gespräch auf Veränderungen in Verwaltung und Gesellschaft seit seinem kommunalpolitischen Start 1968 hin. Damals sei mehr eigener Sach- und Fachverstand eingesetzt worden als heute, ist er überzeugt. Ihm mangelt es nicht an Ideen, seine Stadt noch attraktiver zu gestalten. Die Wiederaufnahme des längst eingestellten Fassadenwettbewerbs würde ihm gefallen, erinnert er an eine Aktion, die Speyer schöner gemacht habe. Das Denkmal im Adenauerpark würde er gerne vergolden und damit wieder sichtbar machen. „Wenn es um Speyer geht, war und bin ich da“, betont er. Diese Haltung erwartet Hochreither auch von Stadtpolitik und Verwaltung. In diesem Bereich schreckten heutzutage viele davor zurück, Verantwortung zu übernehmen, bedauert er aber.

In Sachen Erfahrung macht Hochreither so leicht niemand etwas vor. Er kenne Speyer besser als seine Westentasche, sagt er. An der Renovierung von etwa 40 historischen städtischen Gebäuden sei er beteiligt worden. Fast ein Vierteljahrhundert hat der Senior den Brezelfestumzug organisiert, seit 30 Jahren gehört er dem Verkehrsverein an. An der jährlichen Aufstellung des Zunftbaumes in der Maximilianstraße war und ist Hochreither maßgeblich beteiligt. In die Kommunalpolitik sei er hineingewachsen, berichtet er von viel Eigeninitiative und genau so viel Unterstützung seiner Kollegen. „Er ist ein Vorbild“, sagt die heutige SWG-Fraktionschefin Sandra Selg über ihn.

Wie er Beruf, Unternehmen, Vereinstätigkeiten, Familie und politischen Einsatz unter einen Hut bekommen habe, wird der Familienvater zweier erwachsener Töchter häufig gefragt. „Es hat sich gezeigt, dass ich gut organisieren kann“, lacht er. Vor der Übernahme des väterlichen Malerbetriebs habe er seinen Militärdienst auf dem Flugplatz Büchel in der Eifel absolviert, erzählt Hochreither und ergänzt: „Unsere Jagdbomber waren jederzeit einsatzbereit.“ Bei der Bundeswehr habe er den Umgang mit Menschen gelernt, sagt er. „Das kommt mir bis heute zugute.“

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