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Montag, 18. September 2017 Drucken

Speyer

Weltkindertag: Kinder halten Rede für ihre Rechte

Dürfen Eltern ihre Kinder schlagen? Sollten Kinder weltweit in die Schule gehen? Diese Fragen landeten im internen Briefkasten der Schule im Erlich. Seit Anfang des Schuljahres beschäftigen sich 50 Kinder im Unterricht mit Fragen zu Kinderrechten. Nina Ziesling, Lehramtsanwärterin der Förderschule, hat das Thema mit Unterstützung der Lehrerkollegin Laura Reguillo und der Schulsozialarbeiterin Verena Filus aufgegriffen. Zum Weltkindertag am kommenden Mittwoch, 9.30 bis 12.30 Uhr, gibt es eine öffentliche Veranstaltung dazu an der Alten Münze.

Als Partner für eine öffentliche Mitmach-Aktion hat Ziesling Expertinnen vom Kinderschutzbund Speyer (Christel Koch, Christa David-Wadle), vom Kindernotdienst des Caritas-Zentrum Speyer (Naomi Hettich) und des Frauenhauses Speyer (Silvia Bürger) gewonnen: Am kommenden Mittwoch infomieren sie spielerisch und kreativ über Kinderrechte wie das Recht auf Bildung, Gesundheit, soziale Sicherheit, freie Meinung und Schutz vor Gewalt. Die Schüler haben einen Parcours aus sechs Ständen entwickelt, Plakate gestaltet und betreuen die einzelnen Stationen. Es wird Spiele zu den Kinderrechten geben, ein Wissensquiz und eine Kreativwerkstatt. Zudem informieren Erlichschüler über Hilfe-Möglichkeiten für Kinder.

Nach allen durchlaufenen Stationen erhalten die angemeldeten Schüler einen Kinderrechte-Pass, einen Snack und eine Fahrradklingel vom Kinderschutzbund. „Um 10.30 Uhr werden sie eine Rede an Politiker halten“, sagt die 26-jährige engagierte zukünftige Förderschullehrerin stolz. „Danach werden die Kinder für ihre Rechte klingeln.“ Zur Veranstaltung haben sich neben 200 Schülern der Woogbachschule, Klosterschule und der Freien Reformschule Speyer auch Oberbürgermeister Hansjörg Eger (CDU) und Schulbürgermeisterin Monika Kabs (CDU) angekündigt. Die Hauptforderung der Kinder: „Kinderrechte sollen ins Grundgesetz aufgenommen werden. Die Schüler fordern mehr Mitbestimmung in Speyer“, macht Ziesling deutlich. „Ich kann vermuten, dass konkrete Rechte für die Kinder in ihrem Umfeld relevant sind.“ Bislang haben Kinderrechte keinen verbindlichen Status. |edj

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