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Samstag, 17. November 2018 Drucken

Speyer Land

Volle Rückendeckung für Leibeck

Von Timo Nagel

Applaus für den Kandidaten: (von links) Inge Volz, Jürgen Nelson, Frank Leibeck und Sebastian Ungeheuer.

Applaus für den Kandidaten: (von links) Inge Volz, Jürgen Nelson, Frank Leibeck und Sebastian Ungeheuer. ( Foto: Lenz)

100 Prozent für den Amtsinhaber: Seit Oktober 2011 ist Frank Leibeck (SPD) Bürgermeister der Verbandsgemeinde (VG) Lingenfeld. Geht es nach dem SPD-Gemeindeverband soll er das auch nach den Kommunalwahlen am 26. Mai bleiben. Die Vertreterversammlung hat Leibeck am Donnerstagabend erneut zum Bürgermeisterkandidaten gekürt. Alle 28 Stimmberechtigten votierten für ihn.

«LINGENFELD.»Leibeck dankte den Genossen für das „überragende Vertrauen“ – und betonte, dass er „mit Selbstvertrauen, aber auch mit Demut in die Wahl“ gehe. Zuvor hatte er eine positive Bilanz seiner „interessanten, abwechslungsreichen und arbeitsreichen Amtszeit“ gezogen. Als Diplom-Wirtschaftsingenieur, „von der Industrie“ kommend, habe er die Herausforderung, eine Verwaltung zu führen, angenommen. Dass das gelinge, hätten damals manche bezweifelt. Gemeinsam mit seinen „tollen, engagierten und motivierten Mitarbeitern“ und den Ortsgemeinden für gute Lösungen zu sorgen, sei stets sein Ziel.

Leibeck findet Diskussionen „im fachlichen und sachlichen Bereich“ in Ordnung – aber nicht, wenn es um „persönliche Befindlichkeiten“ gehe. Wegen der FWG/CDU-Mehrheit im VG-Rat sei ihm prognostiziert worden, dass es in dieser Konstellation für ihn sehr schwer würde. Spontanen Applaus erhielt Leibeck für seine Arbeitseinstellung: „Ich bin kein Bürgermeister der SPD. Ich habe zwar das Parteibuch, bin aber da, um Entscheidungen für die VG zu treffen.“ Leibeck betonte, dass er einen „offenen, ehrlichen Arbeitsstil“ pflege und versuche, „alle mitzunehmen“. Die Arbeit mit allen Fraktionen nannte er „sehr konstruktiv und sehr kooperativ“.

Die Investitionskredite seien in seiner Amtszeit von zwölf auf 9,5 Millionen zurückgefahren worden – trotz zahlreicher Investitionen wie Schulsanierungen. Durch Senkung der VG-Umlage von 46 auf 37 Prozentpunkte sei den Kommunen „auch etwas Luft zum Atmen gegeben“ worden: „Das sind 1,2 Millionen Euro weniger, die die VG von den Ortsgemeinden holt, um ihre Aufgaben zu bestreiten.“ Leibeck: „Das haben wir gemeinsam erreicht, weil wir miteinander, nicht übereinander gesprochen haben.“

Weitere Erfolge sah er im Mitwirken bei der Energiewende und der Seniorenarbeit. Stichworte: Bürgerbus und Seniorenwegweiser, den es demnächst gibt. Den Herausforderungen der nächsten Jahre will sich Leibeck „unter Einbeziehung aller politischen Kräfte wie bisher gerne stellen“. Zwei wichtige Felder: weiter in Schulen und die Feuerwehren investieren. „Auf hohem Niveau halten“, will Leibeck den Bereich Wasser und Abwasser. Die Wasserenthärtung ist für ihn „eine Herzensangelegenheit“: „Da wird im Moment einiges zerredet.“ Wassergewinnungsgebiete zu schützen, hat für ihn „höchste Priorität“. Ein „zentrales Thema“: Älterwerden im Dorf. Um Hochwasser zu vermeiden, will Leibeck mit den Kommunen ein „Starkregenkonzept“ auf den Weg bringen: „Agieren, nicht reagieren“, lautet seine Devise.

Jürgen Nelson, stellvertretender Vorsitzender des SPD-Unterbezirks Südpfalz, sagte zu Leibeck: „Man merkt, dass du für deine VG brennst.“ Landtagsabgeordneter Wolfgang Schwarz nannte Leibeck einen „ganz hervorragenden Kandidaten“ und sagte ihm „bedingungslose Unterstützung“ zu. SPD- Gemeindeverbandsvorsitzende Inge Volz wies auf positive Veränderungen in der VG hin – und betonte, dass Leibeck weiter gute Ideen habe: „Wir können keinen Besseren finden als unseren Frank.“

Volz bedauerte, dass Fraktionschef Kurt Seibert für den Rat nicht mehr kandidiere und würdigte dessen „Sachlichkeit und Wissen“. Sie war sicher, dass „wir mit den von uns nominierten Kandidaten, einem kompetenten Team, überzeugen werden“. Anspruch sei, stärkste Fraktion zu bleiben. Die SPD müsse für Bürger weiter ein offenes Ohr haben.

 

KANDIDATEN

Für den Verbandsgemeinderat: Frank Leibeck, Bianca Dietrich, Inge Volz, Markus Kropfreiter, Karl Faber, Gustav Freye, Sabine Heyn, Ingrid Allbrecht, Anne Jäger, Sebastian Ungeheuer, Joachim Hirl, Bernhard Odenwald, Dirk Pramschiefer, Markus Hellmann, Uwe Wagner, Myriam Hermann, Christian Kripp, Melanie Engel, Carolin Eichhorn, Gerhard Lehr, Matthias Axthelm, Regina Ungeheuer, Carla Held, Michael Reichert, Ingo Freise, Edith Schwab, Katja Bentz, Markus Simon, Margit Bonnet-Noll, Peter Goldschmidt, Gerald Wambsganß, Ralf Pusack; Ersatzkandidaten: Stefan Geiger, Erwin Kaufmann.

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