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Speyer

Speyer: Stadtrat einstimmig für Frischküchen in Kitas

Von Torsten Lauer

Frische Zutaten statt aufgewärmt oder warmgehalten: In Speyerer Kitas soll es künftig mehr Frischküchen geben.

Frische Zutaten statt aufgewärmt oder warmgehalten: In Speyerer Kitas soll es künftig mehr Frischküchen geben. ( Foto: DPA)

Der Stadtrat will nun doch schneller Frischküchen in Kindertagesstätten einrichten als ursprünglich geplant.

Mit Frischküchen in städtischen Kindertagesstätten könnte es nun doch schneller vorangehen, als ursprünglich gedacht. Der Stadtrat hat sich gestern Abend einstimmig für stadtteilbezogene Frischküchen in städtischen Kindertagesstätten ausgesprochen und ist damit weitgehend einer Beschlussfassung des Jugendhilfeausschusses gefolgt. Die Verwaltung verpflichtet sich nach dem aktuellen Stadtratsbeschluss, spätestens bis September 2018 einen Bericht über Prüfung und mögliche Umsetzungen in einzelnen Einrichtungen vorzulegen. Ursprünglich war nach Berechnungen der Verwaltung frühestens 2020 mit der Einrichtung von ersten Frischküchen gerechnet worden.

Keine Kita-Plätze sollen wegfallen

 

Alle Fraktionen begrüßten den eingeschlagenen Weg, künftig auf frische, regionale und saisonale Zutaten beim Essen für die jüngsten Speyerer zu setzen. Sie sollen sukzessive Catering oder aufgetautes Essen ersetzen, wie CDU-Stadtratsmitglied Maria Montero-Muth erläuterte. Auch die Einrichtung einer zentralen Großküche soll nach einstimmigem Votum des Stadtrats nicht mehr geprüft werden. Unter anderem die Grünen drängten auf schnellstmögliche Prüfung und Umsetzung des Konzepts. Bürgermeisterin Monika Kabs (CDU) verwies auf laufende Verträge der Einrichtungen mit Caterern, die zumeist Laufzeiten bis August 2018 hätten.

Mit Verwunderung vernahmen einige Ratsmitglieder die Aussage von Kabs, dass keine Kita-Plätze wegfallen sollen. Fachabteilungen in der Verwaltung hatten ursprünglich befürchtet, dass es zu Gruppenschließungen kommen könnte, wenn Räume durch erforderliche Umbauten anders genutzt werden müssten. Sandra Selg (Speyerer Wählergruppe) bekräftigte die Forderung: „Kein Kita-Platz darf wegfallen.“ Auch sie befürwortete frisches Kita-Essen, mahnte jedoch, auch die Nebenwirkungen zu sehen. Sie befürchte letztlich hohe Kosten für Stadt und Eltern.

Philipp Brandenburger (SPD) hielt die Kosten dagegen für vertretbar. „Das muss es uns wert sein“, sagte er. Auch die übrigen Parteien im Stadtrat befürworteten die frische Zubereitung des Essens, ebenso wie Stadtelternausschuss-Vorsitzender Eldert Janssen. Er hofft, dass jede Kita eine Frischküche bekommt. Für 2018 zeichnet sich laut Verwaltung bereits ab, dass die städtische Kita Löwenzahn von der Frischküche der Kita St. Hedwig, die in katholischer Trägerschaft ist, mitversorgt wird.

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