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Samstag, 01. Juli 2017 Drucken

Speyer

Schenkung mit Charme

Es riecht noch nach dem frisch aufgebrachten Bodenmaterial – das tut dem Bewegungs- und Spieltrieb aber keinen Abbruch. Zur Eröffnung der Alla-hopp-Anlage in der Dr.-Eduard-Orth-Straße strömten gestern Nachmittag mehrere hundert Besucher. Sie kamen zum Schauen und Ausprobieren.

Es geht rund: Bei der Einweihung der Alla-hopp-Anlage gestern wurden die Spielgeräte gleich richtig in Beschlag genommen.

Es geht rund: Bei der Einweihung der Alla-hopp-Anlage gestern wurden die Spielgeräte gleich richtig in Beschlag genommen. ( Foto: Lenz)

Der Parkour-Bereich am Haupteingang zog vor allem Kinder an, die die meterhohen Wände erklommen, an den Stangen hangelten und auf Stahlbalken balancierten. Trubel herrschte auch auf dem Trampolinhügel und im Schiffscontainer, in dem Kletterseile kreuz und quer gespannt sind. Kleinkinder eroberten ihr Areal mit niedrigen Kletterelementen, Betonröhren zum Durchkrabbeln und einem Sandbereich mit kleiner Matschanlage.

Die 6300 Quadratmeter große Anlage wurde gestern nicht nur eröffnet, sie wechselte auch den Besitzer. Die Dietmar-Hopp-Stiftung hat das Projekt mit rund zwei Millionen Euro finanziert und übergab die Anlage nun der Stadt Speyer. Vor dem symbolischen Überreichen der Schenkungsurkunde hatten Stiftung und Oberbürgermeister Hansjörg Eger (CDU) die Übergabe mit Unterschriften besiegelt. Die Stadt steuerte laut Eger 100.000 Euro bei und wird sich um die Instandhaltung kümmern. Wie der Stadt-Grünflächenplaner Steffen Schwendy im Mai mitgeteilt hatte, sind dafür pro Jahr 25.000 Euro sowie eine Personalstelle eingeplant.

Eger dankte der Stiftung und namentlich Dietmar Hopp, dem Planungsbüro Elke Ukas, den Vereinen, Institutionen und Bürgern, die Ideen einbrachten und gestern das vierstündige Bühnenprogramm bestritten. Er dankte auch für Einwände von Anwohnern im Vorfeld: „Genau diesen Austausch brauchen wir.“ Seine Bitte: „Nehmen wir Rücksicht auf die Anwohner und auf andere Bedürfnisse.“ Eger verurteilte Vandalismus, bei dem Pflanzen beschädigt worden waren. Katrin Tönshoff, Leiterin der Hopp-Stiftung, sagte, jede Hopp-Anlage habe gleiche Elemente, aber auch Besonderheiten. In Speyer sorgten der Parkour-Bereich, das Energie-Fahrrad und die „Sprich-mich-an-Bank“ für eigenen Charme. |yvw

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