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Freitag, 18. Januar 2019 Drucken

Speyer

Plastik als Lebensretter

Nils berichtet: Gemeinden der Pfarrei Pax Christi sammeln 630 000 Kunststoffdeckel für gemeinnützige Aktion „Deckel gegen Polio“

Zum letzen Mal: Messdiener geben Deckel in Schifferstadt ab.

Zum letzen Mal: Messdiener geben Deckel in Schifferstadt ab. ( Foto: Pfarrei/frei)

Mit Kunststoffdeckeln Leben retten – diese Idee steckt hinter der Aktion „Deckel gegen Polio“. Auch die katholische Pfarrei Pax Christi hat fleißig gesammelt: 630.000 Deckel in eineinhalb Jahren.

Das hat Kaplan Tobias Heil verraten. Mit den Deckeln aus den Gemeinden konnte Geld für 1300 Polio-Impfungen gesammelt werden. Das ist die Idee hinter der Aktion. Sie wurde vor Jahren von Rotary ins Leben gerufen, einer internationalen gemeinnützigen Organisation. Die Kunststoffdeckel werden an spezielle Unternehmen verkauft und recycelt, also wiederverwertet, damit daraus neue Plastiksachen entstehen können. So gibt es weniger Müll. Das Geld aus dem Verkauf fließt unter anderem in ein Projekt für Polio-Impfungen bei Kindern. Polio ist die Abkürzung für Poliomyelitis. Das ist eine schlimme Erkrankung, die auch als Kinderlähmung bezeichnet wird. In Deutschland gilt Polio als ausgerottet, weltweit tritt die Krankheit noch in Afghanistan, Pakistan und Nigeria auf. Die Ursache sind Polioviren. Gegen sie helfen bisher nur Impfungen.

Am Samstag haben Messdiener der Pfarrei Pax Christi zum letzten Mal Deckel bei einem Entsorgungsbetrieb in Schifferstadt abgeliefert. Seit Januar werden in den Pfarrei-Gemeinden keine Deckel mehr angenommen, sagte Heil. Wer aber noch Deckel loswerden möchte, kann sie beim Bund der Deutschen Katholischen Jugend in der Webergasse 12 abgeben. |rhp/awac

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