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Freitag, 18. Januar 2019 Drucken

Speyer

Gemeinsamkeit an der Grenze

Stadtentwicklung: Speyerer und Otterstadter Gremien tagen gemeinsam

Von Patrick Seiler

Könnte neu bebaut werden: oberer (östlicher) Teil der Kaserne und angrenzende Felder.

Könnte neu bebaut werden: oberer (östlicher) Teil der Kaserne und angrenzende Felder. ( Archivfoto: Lenz)

Nägel mit Köpfen machen wollen die Stadt, die Verbandsgemeinde Rheinauen und die Ortsgemeinde Otterstadt bei einem interkommunalen Wohn- und Gewerbegebiet zwischen Speyer und Otterstadt. Eine gemeinsame Sitzung der drei Bauausschüsse ist für Dienstag, 12. Februar, geplant. „Dabei sind auch neue Flächen im Blick“, so Stadt-Pressesprecher Matthias Nowack.

Nowack berichtete gestern über ein nichtöffentliches Treffen der neuen Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler (SPD) mit Vertretern aller Stadtratsfraktionen. Thema, wie zuvor angekündigt: Fragen der Stadtentwicklung. Dabei gehe es im Norden der Stadt um eine „strategische Neuausrichtung“ früherer Planungen zur Konversion, weil wegen der Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber nicht mehr das komplette Gelände der Kurpfalzkaserne zur Verfügung stehe. Rund die Hälfte ist indes für eine Umnutzung freigegeben (wir berichteten) und soll nun laut Nowack „Ausgangspunkt für eine Initiative zur interkommunalen Gebietsentwicklung“ sein.

Im Grenzgebiet der Gebietskörperschaften würden Gewerbe- und Wohnbauflächen dringend benötigt – da seien sich Verwaltung und Politik einig. Nowack sprach auf Anfrage von heutigen Ackerflächen südlich und nördlich der K 23, um deren Zuschnitt und Umnutzung es in den anstehenden Gremiensitzungen gehen werde. „Der Otterstadter Anteil wird größer, die ganze Sache konkreter“, teilte Nowack dazu mit.

Weitere Themen im Gespräch Seilers mit den Politikern und Verwaltungsvertretern waren die geplante Sozialquote und ein Einheimischenmodell für Neubauprojekte. Es gibt dazu zwar Absichtserklärungen, jedoch keine Ratsbeschlüsse. Die Verwaltung werde „demnächst differenzierte Vorschläge vorlegen“, sagte Seiler. Berichtet wurde auch über die Nachverdichtung, bei der mehrere Fraktionen für einen „achtsamen Umgang und ein quartiersbezogenes Vorgehen“ plädiert hätten. Ein Grünflächenkonzept, das zu solchen Vorhaben gehöre, sei in der Entstehung. Zum Industriehof vermeldete Stadtentwickler Bernd Reif „konstruktive Gespräche“ mit den Eigentümern. Die Erhaltung des bauhistorischen Ensembles werde durch denkmalschützerische Festlegungen gesichert, die gerade erarbeitet würden. Entstehen solle ein „urbanes Gebiet“, das Gewerbe- wie auch Wohnnutzungen zulasse.

Seiler kündigte laut Verwaltung an, jährlich eine solche Sitzung zur Stadtentwicklung anzusetzen.

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