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Mittwoch, 22. Mai 2019 Drucken

Speyer

Erste Lieblingswörter gelernt

An Gen-Defekt erkrankter Daniel Reiswich macht Fortschritte nach Delfin-Therapie

von Ellen Korelus-Bruder

Ist mit Delfinen geschwommen: Daniel Reiswich.

Ist mit Delfinen geschwommen: Daniel Reiswich. ( Archivfoto: Reiswich/frei)

Daniel Reiswich ist ein Wunder. Nicht nur für seine Eltern. Nach Angaben von Mutter Olga Reiswich spricht auch der Kinderneurologe am Universitätsklinikum Heidelberg davon. Denn Daniel ist mit einem Gen-Defekt zur Welt gekommen, dem „Christianson-Syndrom“. Seine Therapie-Fortschritte verdankt der Speyerer der finanziellen Unterstützung vieler RHEINPFALZ-Leser. Im April ist der Siebenjährige mit Delfinen geschwommen.

„Die zweiwöchige Delfintherapie auf der Karibikinsel Curaçao hat Daniel verändert“, sagt Olga Reiswich. Ihr Sohn sei lernfähiger, wacher und aufmerksamer, öffne sich und zeige erste Versuche, einzelne Wörter nachzusprechen. „Die lange und anstrengende Reise hat sich für Daniel und uns wirklich gelohnt“, ist sie überzeugt.

Auf Curaçao hätten sich die Ergo-, Logopädie- und Physiotherapeuten liebevoll um ihr Kind gekümmert, sodass sich Daniel vom ersten Tag an wohl gefühlt habe. Täglich sei Daniel für seine Begegnung mit dem Delfin-Geschwisterpaar „Nubia und Chabelita“ der Neoprenanzug angelegt worden. Die Tiere hätten ihren Sohn beschnuppert und sich alles in allem mehr als eine Stunde am Tag mit dem Jungen beschäftigt. „Die enge Zusammenarbeit mit den Delfinen nennt sich sensorische Integration“, erläutert Olga Reiswich. „Seitdem sind Daniels Lieblingswörter Ja und Nein“, berichtet sie von Übungen, die die Delfine ihrem Sohn vorführen sollten. „Er sagte es ihnen mit Ja- und Nein-Karten oder Lautsprache. Daniel zeigte genau, was er wollte.“ Ballspiele und Zuwerfen mit eigener Beteiligung hätten zu seinen Lieblingsübungen gehört, sagt die Mutter.

„Wir werden alles tun, um Daniel diese tolle Erfahrung noch einmal zu ermöglichen“, betont Olga Reiswich. Die Therapeuten auf Curaçao hätten zu einer Wiederholung der Delfintherapie geraten. „Dank der großartigen finanziellen Unterstützung hat sich unser Sohn so gut entwickelt“, sagt die Mutter und dankt den großzügigen Spendern. Sie weiß, dass Daniel nicht gesund werden kann. „Aber so viele haben dazu beigetragen, dass sein Leben leichter wird.“

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